Battler Britton

Battler Britton Anlässlich des Besuchs von Colin Wilson und anlässlich der Frankfurter Buchmesse 2012, der wiederum der Tatsache zu verdanken war, dass Neuseeland Gastland war, hat sich Panini entschieden, den Titel „Battler Britton“ zu veröffentlichen.

Die vorliegende Miniserie wurde zudem von Garth Ennis geschrieben, einem Autor, der nicht zuletzt aufgrund seines Punisher Runs, aber primär wegen seiner großartigen Serie „Preacher“ in Deutschland gut zu vermarkten ist.

Die Handlung spielt natürlich zur Zeit des 2. Weltkriegs. Die Engländer befinden sich seit längerer Zeit im Krieg mit Nazi-Deutschland, allerdings mit keinem bzw. mäßigem Erfolg. Die deutschen Streitkräfte erscheinen in jeder Hinsicht überlegen.

Schließlich vereinen sich die amerikanischen Streitkräfte mit den britischen. Und schon kommt es zum Streit. Die US-Streitkräfte vertrauen den britischen nicht, weil sie schon so lange ohne Erfolg kämpfen, während die Briten verstimmt sind, weil sich die Amerikaner so lange zurückgehalten haben. Dieser Streit manifestiert sich an den beiden Leitwölfen der verbündeten Fliegerstaffeln, Battler Britton und Major Gilhooley. Ihr Teambuilding ist ebenso Teil der Handlung wie der Kampf gegen die Nazis. Ennis wird nicht müde zu betonen, dass die Deutschen eigentlich waffentechnisch überlegen sind. Dennoch verzeichnen Battler Britton und seine Brigade immer wieder kleinere Teilerfolge, die wohl auch für das wechselnde Kriegsglück unter General Montgommerey in Nordafrika stehen.

Dass diese Teilerfolge zu verzeichnen sind, liegt natürlich nicht zuletzt daran, dass die verbündeten Streitkräfte allmählich lernen, einander zu vertrauen.

Natürlich ist der Plot grundsätzlich vorhersehbar und wird den Anspruch des Graphic Novel Lesers nicht wirklich befriedigen. Der Feind bleibt gesichtslos und hat eigentlich nur den Zweck, dass er regelmäßig abgeschossen wird, auch wenn betont wird, dass „die Deutschen gar nicht so dumm sind“. Doch darum geht es bei „Battler Britton“ nicht. Ennis und Wilson liefern solide Unterhaltung ab, wie sie ein Flieger Comic nun einmal bieten kann, wenn er gut gemacht ist. Dass dieser Comic wiederum tatsächlich gut gemacht ist, ist der Verdienst von Colin Wilson, dessen Zeichnungen ein Genuss sind und die dank des vergrößerten Formats richtig gut zur Geltung kommen und zwar unabhängig davon, ob es sich um Charaktere oder Flugzeugtypen handelt.

Panini geht mit diesem Titel in gewissem Maße auch neue Wege und zwar nicht nur, weil sie das gewohnte Superhelden Terrain verlassen, sondern auch, weil sie eben ein größeres Format wählen. Battler Britton ist in 3 Formaten erschienen: Die limitierte Vorzugsausgabe war im Handumdrehen ausverkauft.

Dem einen oder anderen Leser mag es auffallen, dass der Titel unter dem Vertigo Label erscheint, obwohl es sich ursprünglich um einen Wildstorm Titel handelte. Wildstorm besteht nicht mehr und ist völlig in DC aufgegangen. Doch DC als Lizenzgeber feiert zur Zeit der deutschen Publikation von „Battler Britton“  sein New 52 erfolgreich ab. Da passt ein Flieger Comic aus Zeiten des 2. Weltkriegs nicht wirklich rein. Daher entschied man sich für diese clevere Alternativ Lösung.

Panini zeigt wiederum, dass man das an sich problematische Feld der Messe Exklusiv Titel im Griff hat, wenn man einen Titel wählt, aus dem man etwas machen kann wie es der vorliegende Band, insbesondere mit der auf 99 Exemplare limitierten Variantausgabe, eindrucksvoll unter Beweis stellt.

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