Batwoman # 2: Ertrinkende Welt

BATWOMAN 2  Batwoman gehört zu den wenigen Serien, die im Rahmen der New 52 nicht neu gestartet wurde. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn diese Serie ist noch zu kurz auf dem Markt, dass ein Neustart wirklich sinnvoll wäre, dann ist die Serie um die homosexuelle Kate Kane in gestalterischer Hinsicht und narrativer Hinsicht so innovativ, dass ein Neustart sogar störend wäre und schließlich gehört Batwoman ja zum „Bat-Universum“, das ohnehin nicht neu gestartet wurde. Dies sind gleich 3 gute Gründe, alles beim Neuen zu belassen.

Batwoman ist nach wie vor damit beschäftigt, die entführten Kinder zu finden. Dabei stößt sie auf eine kriminelle Gruppierung, die sich Medusa nennt und die von ihrem charismatischen Anführer Christopher Falchion geleitet wird.

J.H. Williams III und W. Haden Blackman legen eine in jeder Hinsicht erstaunliche Story vor. Es gelingt ihnen, den schmalen Grad zwischen einer Story mit mythologischen und okkulten Momenten zu meistern und doch auch eine gute Detektiv-Story zu erzählen. Was für mich noch mehr zählt und gar nicht hoch genug einzuschätzen ist die Tatsache, dass sie dabei der erheblichen Anzahl an Charakteren gerecht werden und die einzelnen Charaktere so viel Platz eingeräumt wird, dass sie sinnvoll ihren Part zum Plot beitragen können.

Auch ist es für Kate Kane nicht leicht, ihr Privatleben zu meistern. Schließlich muss sie für die BPE und damit auch gegen ihre Freundin, Maggie Sawyer, arbeiten. Maggie ahnt nach wie vor nicht von Kates Geheimidentität. Man darf als Leser gespannt sein, wie lange die Autoren das glaubhaft durchhalten. Schließlich äußert Chase als Chefin des BPE, dass eine Geheimidentität zurzeit Luxus für Kate sei.

Wunderbare Momente gibt es auch zwischen Bette und Kates Vater. Bette liegt nach den Ereignissen aus Band # 1 nach wie vor im Koma und ringt mit dem Tod.

Sowohl den Plot, als auch den Subplot erzählen die Zeichner, Trevor McCarthy, Amy Reeder und Pere Pèrez mit einer unglaublichen Wucht und Fülle an Bildern und gehen in der Panelarchitektur dieselben innovativen Wege, die J.H. Williams III vorgegeben hat. Das ist auch gut so, denn ohne diese fast schon eigenwillige Anordnung der Panels wäre Batwoman einfach nicht die Batwoman, an die man sich als Leser schon gewöhnt hat und die die Welt der Superheldenstories im positiven Sinne gehörig aufmischt.

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