Superman: Erde Eins

 Joseph Michael Straczynski wurde zunächst als der kreative Kopf der TV-Serie Babylon 5 bekannt, bevor er sich Marvel anschloss und Amazing Spider-Man wieder zu einem Flaggschiff des Hauses der Ideen machte. Nunmehr wechselte JMS zu DC und durfte sich sogleich der Ikone Superman zuwenden.

In der vorliegenden Story gelangt Clark Kent von Smallville nach Metropolis. Er versucht sich in mehreren Berufsrichtungen und Berufen, ohne zunächst seine Berufung zu finden, was auch daran liegt, dass ihn keiner dieser Beruf wirklich herausfordert. Allzu leicht fällt ihm beispielsweise auch die Lösung eines komplexen wissenschaftlichen Problems, mit dem sich zunächst erfahrene Wissenschaftler erfolglos befasst haben.

Doch dann nähert sich ein Außerirdischer der Erde und will Clark Kent töten. Es kommt zu einem Showdown.

JMS verschafft mit der vorliegenden Story der DC Ikone Superman einen neuen, modernen Anstrich. Clark Kent unterscheidet sich oberflächlich betrachtet nicht von anderen High School Absolventen. Er sucht seinen Platz in der Gesellschaft und einen Beruf, der zu ihm passt. Auf den zweiten Blick sucht er natürlich auch seinen Platz in der Welt, denn Clark Kent verfügt über Superkräfte und sucht neben seiner beruflichen Zukunft auch den Platz in einer Welt, die ihm grundsätzlich fremd ist. Sein Anker in dieser Welt ist „seine Mutter“ Martha Kent, die ihm auch aus dem entfernten Smallville mit Rat zur Seite steht.

Diesen Konflikt schildert JMS ungewohnt lebensnah und nachvollziehbar für den Leser, was die eigentliche Modernisierung Supermans ausmacht und den vorliegenden Band so lesenswert macht. Hinzu bekommen auch die für diesen Plot so wichtigen Nebencharaktere wie Lois Lane oder Jimmy Olsen neues Leben eingehaucht.

Natürlich findet Clark symbolisch seine berufliche Bestimmung und auch so seinen Platz auf der Erde.

So ermöglicht JMS auf unnachahmliche Weise neuen Lesern oder auch Lesern, die im Laufe der Zeit verloren gegangen sind, Zugang zu einem Helden, der in der Vergangenheit ob seiner vermeintlichen Allmacht vielleicht ein wenig an Bodenhaftung verloren hatte.

Natürlich darf in einem guten Superman Comic bei allem inneren Konflikt eine gesunde Portion Action nicht fehlen. Diese liefert JMS ab und wird dabei von Shane Davis unterstützt, der mit einer gekonnten Leistung zu gefallen weiß. Besonders seine Wechsel zwischen den Action Sequenzen und den ruhigen Passagen bestechen das Auge des Lesers.

Comics wie den vorliegenden Band braucht die Comiclandschaft, denn sie wird so positiv belebt.

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