X-Men Sonderband: Age of Apocalypse # 1

 1995 wirbelte das “Age of Apocalypse” als Crossover durch alle X-Men Serien das Mutanten Universum gewaltig durcheinander. Zeitweise wurden sogar die Titel der Serien durch neue ersetzt. Dass diese Story bis heute nachhallt, hat nicht zuletzt die Story um Dark Angel und Apocalypse gezeigt. Dennoch muss natürlich die Frage erlaubt sein, ob auch 18 Jahre nach dem Age of Apocalypse noch Potential für eine Fortführung der Story vorhanden ist.

 Nicht von ungefähr wurde mit eben dieser Fortführung mit David Lapham ein renommierter Autor beauftragt, der auch entsprechend unvoreingenommen an diesen Klassiker herangeht.
Um eben dem Plot neues Leben einzuhauchen, bedarf es natürlich schon der einen oder anderen Änderung bzw. Neuerung. Apocalypse ist tot, aber sein Wesen oder sein Einfluss sind auf Wolverine, der hier Waffe Omega heißt, übergegangen, der nun seinerseits die Menschen unbarmherzig jagt und auslöschen will. Ferner hat der Widerstand mit Magneto und Rogue 2 ihrer Leader verloren. So lastet die Last des Widerstands auf X-Terminated, die sich mit Sebastian Shaw verbündet haben.
Ein typischer Kniff im Mutanten Universum ist es, tote oder totgeglaubte Charaktere zurückzubringen. Während des Age of Apocalypse sind viele Hauptcharaktere, sogenannte Alphas, umgekommen. Diese soll Biest auf Geheiß von Waffe Omega wieder beleben.
Pikanterweise wollen die Menschen, die um ihr Überleben kämpfen, mit Jean Grey, die ihre Kräfte verloren hat, die Pläne von Waffe Omega durchkreuzen.
Lapham muss, bevor er seine Story geschrieben hat, die Original Story aufmerksam gelesen haben. Anders ist es nicht zu erklären, wie gut er die Atmosphäre des Age of Apocalypse eingefangen hat, auch wenn er wiederum bei seinen Lesern viel Vorwissen voraussetzt. Viele Erklärungen gibt es nicht, vielleicht weil die original Story zu lange zurückliegt und die Anschluss Story aus X-Force wiederum zu jung ist. Da auch seine Änderungen am Plot und sein Plot selbst funktionieren, ist die Story absolut lesenswert und nach den Regeln der Branche so angelegt, dass man sie als Leser auch verstehen wird, wenn man den Klassiker aus den 90er Jahren nicht kennt.
Besonders überzeugt hat hierbei, dass Lapham den zahlreichen Charakteren ausreichend Platz einräumt, damit sich diese in der Story entwickeln können. Ferner schließt er den Plot um die wiederzubelebenden Alphas ab und definiert den Widerstand gegen Waffe Omega um Monique St. Croix, die hier Penance genannt werden will, neu.
Generell bevorzuge ich es, wenn ein Zeichner eine Story durchgehend zeichnet. Wenn man aber für De La Torre Backups wie Gianfelice (Northlanders) oder auch Arlem verpflichtet, tut dies dem Lesevergnügen keinen Abbruch.
Ich bin gespannt, wie Lapham seine Story in Band # 2 zu Ende führt.

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