Daredevil # 2

 Mit dem vorliegenden Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Daredevil # 7-10.1 sowie Amazing Spider-Man # 677.

Crossover Stories mit Spider-Man und Daredevil hat es schon immer gegeben. So gilt es ja als eine Art (meiner Meinung nach unberechtigte) Standard Kritik, dass es sich bei dem Mann ohne Furcht um ein Abziehbild des Netzschwingers handelt.

 

Nachdem Bendis und in der Folge auch Brubaker Matt Murdock durch ein emotionales Tief nach dem anderen jagten und dabei zahlreiche lesenswerte Stories vorlegten, wagt Comic Routinier Mark Waid nun den Cut und lässt Matt wieder positive Seiten des Lebens erleben.

Der vorliegende Plot weiß immer wieder mit überraschenden Wendungen zu gefallen. So organisiert Matt Murdock einen Ausflug für Kinder aus einem Heim. Dieser vorweihnachtliche Ausflug gerät fast zu einer Himmelfahrtsmission, als der Bus auf der schnee- und eisbedeckten Straße von der Fahrbahn abkommt und sich Matt mit den Kindern durch die Wildnis schlagen muss.

Doch bereits dieser Plot wird immer wieder von Flashbacks unterbrochen, die den eigentlichen Plot des vorliegenden Bandes einleiten, der dann in den folgenden Ausgaben erzählt wird.

Daredevil verfügt über eine Disk mit brisanten Daten, die den führenden Unterwelt Organisationen schaden könnten, wenn sie denn veröffentlicht werden. Black Spectre ist wegen dieser Datei so verzweifelt, dass sie die Black Cat mit dem Diebstahl dieser Disk beauftragen. So lernt Black Cat Daredevil kennen und lieben, was Spider-Man nicht völlig gleichgültig ist, aber ihn auch nicht wesentlich aus dem Gleichgewicht bringt. Diese Dreieck Story als Subplot macht nicht nur großen Spaß, sondern treibt auch die Handlung an sich voran. Das eigentlich Überraschende ist, wie Mark Waid diesen Plot, der zunächst abgeschlossen erscheint, wieder aufgreift und noch einmal beschleunigt. Der eigentliche Höhepunkt findet sich, als Daredevil die Vertreter der Verbrecherorganisationen zur Rede stellt und Black Spectre so aus dem Spiel nimmt.

Waid hat mich bereits bei den Fantastic Four restlos überzeugt und mich wieder zu einem Leser von Marvels First Family gemacht. Was er bei Daredevil leistet, ist als mindestens gleichwertig, wenn nicht noch eine Spur stärker, anzusehen. Er rückt nicht nur Daredevil, sondern auch Black Cat und Spider-Man in das Licht, das es braucht, um eine spannende Story zu erzählen. Dabei besticht er insbesondre mit dem steten Wechsel zwischen Plot und Subplot, was immer wieder für überraschende Wendungen sorgt.

In dieser Form ist Daredevil zweifellos eine der besten Superheldenserien, die es zurzeit auf dem Markt gibt.

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