Batgirl # 1

 Die New 52 und der damit verbundene Neustart des DC Universums machen es möglich. Was als eine Art Tabu galt, kann und darf nun wieder geschehen. Im Nachgang zu Flashpoint und im Rahmen der New 52 ist Barbara Gordon zurück als Batgirl. Wurde sie noch in Alan Moores Killing Joke rollstuhlreif geschossen, streift sie sich nun wieder die Kapuze über und sorgt als Batgirl wieder unmittelbar für Recht und Ordnung. Damit übernimmt sie nicht nur wieder die Rolle, sondern ist Nachfolgerin und Vorgängerin von Cassandra Cain und Stephanie Brown zugleich.


Panini veröffentlicht die ersten 6 US-Ausgaben in einem Band. Geschrieben wurden die Titel von Gail Simone, die den Charakter nach eigenem Bekunden liebt und der der Grund war, warum sie sich überhaupt Superheldencomics zuwendete. Dies merkt man als Leser auf jeder Seite.
Barbara Gordons Comeback ist von Selbstzweifeln überschattet und auch vor der Angst, sich zu übernehmen und wieder an den Rollstuhl gefesselt zu werden. Eine Erklärung, wie es zu Barbaras Heilung kam, gibt es nicht wirklich. Barbara selbst spricht immer wieder von einem „Wunder“ und es gibt in einem Panel eine Andeutung auf eine Spezialklinik in Südafrika. Als Leser braucht man diese Erklärung nicht wirklich, denn der Hintergrund sind und bleiben die New 52. Es hierbei zu belassen und nicht eine abstruse Erklärung nachzuschieben, wird vielleicht Simones große Herausforderung als Autorin werden.
Gleich im ersten Abenteuer muss sie sich nach einem Aufwärmprogramm gegen eine Mörderbande sowie gegen Mirror, einen Schurken behaupten, der die Irrtümer Gottes korrigieren und Menschen umbringen will, die aus unerklärlichen Gründen eine Katastrophe überlebt haben. Leicht ist es nicht für Batgirl, die noch ein wenig eingerostet ist, und sich daher im Kampf gegen den körperlich überlegenen Mirror schwertut. Um Mirror zu besiegen, muss Barbara also ihrer Auffassungsgabe und ihrer Intelligenz vertrauen.
Als Verbindung zum nächsten Abenteuer dient die Rückkehr von Barbaras Mutter, die plötzlich vor ihrer Tür steht oder auch als eine Art roter Faden, Barbaras geheimnisvolle und überaus intelligente Mitbewohnerin, Alysia. Gerade diese Vernetzung von Barbaras Privatleben mit ihrer Karriere als Superheldin ist besonders gut gelungen und es darf fleißig spekuliert werden, wann Alysia ihre Gehimidentität knackt.
Als zweite Gegnerin präsentiert sich mit Gretel ebenfalls eine neue Gegnerin, die ihre Gegner unter mentale Kontrolle bringt. Als sich Bruce Wayne unter ihrem Einfluss plötzlich gegen Batgirl wendet, muss sie sich entscheiden, wie sie sich gegen Bruce verteidigt, ohne ihn ernsthaft zu verletzen.
Natürlich dürfen in diesem Band und bei ihrem Comeback Gastauftritte von Nichtig und Batman fehlen, die sich aber dezent im Hintergrund halten.
Star dieser Serie ist und bleibt Barbara Gordon als Batgirl. Und wenn Gail Simone diese Form auch nur ansatzweise beibehält, werden Fans des Rotschopfs noch lange Spaß an ihr haben.

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