Haunt # 5

 Der vorliegende Band veröffentlicht die US-Ausgaben # 23-28 und schließt gleichzeitig diese lesenswerte Serie ab.

Casey macht da weiter, wo er aufgehört hat. Er konzentriert sich auf das Verhältnis der beiden Kilgore Brüder und ihre Abhängigkeit voneinander. Dies gelingt dadurch, dass er die Brüder in ein neues Umfeld verschoben hat. Die Agency ist über Nacht verschwunden, was die Brüder nahezu zwingt, sich mehr miteinander zu befassen. Daneben steht der „Späthippie“ Tubman, der über außergewöhnliche Kräfte zu verfügen scheint und sich als eine Art „dritte Kraft“ immer wieder in die Streitereien der Brüder einmischt.


Die Handlung stützt sich im Wesentlichen auf 2 Säulen. Einerseits muss Daniel Kilgore gegen einen Dämonen antreten, was er aber nicht ohne Kurt schaffen kann. Andererseits muss Daniel in seinem wahren Leben klar kommen. So trifft er in einem bewegenden Gespräch auf die Eltern von Autumn. Es ist wunderbar nachzuvollziehen, wie Daniel überlegt, was er ihnen erzählen kann und was nicht. Dabei kommt er immer mehr zum Schluss, dass er ihnen eigentlich nichts erzählen kann. So zerfasert das Gespräch. Was daran so bemerkenswert ist, dass es von Anfang an klar ist, dass sich Daniel, der von Visionen verfolgt wird, ohnehin nicht auf das Gespräch konzentrieren kann und so eher auf Autumns Eltern wie ein Junkie als ein Priester wirkt.
Sein Leben als Haunt droht auch aus den Fugen zu geraten. Immer wieder ist sein Bruder abwesend, wodurch er nicht zu Haunt werden kann und was ihn in lebensgefährliche Situationen bringt. Gerade diese Sequenzen sind so spannend erzählt, dass man ihnen gerne folgt, und dann doch wieder so witzig, dass man als Leser schmunzelt. Diese Gradwanderung zwischen leichter Ironie, komischen im Sinne von witzigen Momenten kombiniert mit Spannung machen Haunt von Anfang an aus und beleben diese Serie.
Mit Heft # 28 und damit auch mit diesem Band endet Haunt. Das Ende mag etwas abrupt erscheinen, doch die Abenteuer und wohl auch die Bestimmung der Kilgore Brüder werden in Spawn weitererzählt. Das ist aber auch der einzige „Spoiler“, den ich hier setzen werde.
Nathan Fox liefert ein wunderbares Artwork mit einem „dreckigen Strich“ ab, der die Atmosphäre der Serie gelungen einfängt.
Für Fans des Horror-Genres, aber auch für Superhelden Leser, kann ich hier eine klare Kaufempfehlung aussprechen.
Kompliment an Panini, dass diese Serie durchgängig und zügig auf deutsch veröffentlich wurde.

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