Iron Man # 3 (Film)

1 Iron Man beginnt in jeder Hinsicht verblüffend. Nur wenige Tage (geht man von der US-Kino-Premiere aus) nach dem Attentat von Boston explodiert im Film eine Bombe vor dem TCL Chinese Theatre. Drahtzieher und Bekenner dieses Attentats ist der Mandarin, der im Film deutlich von Osama-bin-Laden inspiriert ist und mit der Comic Vorlage eigentlich nur noch den Namen gemein hat.

Weitere Verblüffung lösen die vielen parallelen Handlungsstränge gleich zu Beginn des Films aus. Keine Sorge, das große ganze wird nie aus den Augen verloren und die zunächst lose erscheinenden Fäden werden in der Laufzeit von rund 145 Minuten sorgsam zusammengeführt, aber dem Zuschauer verlangt das doch einiges an Aufmerksamkeit ab, sonst wird man leicht abgehängt. Doch gerade das Zusammenführen der Subplots birgt immer wieder überraschende Wendungen, die dem Film ordentlich Pfeffer geben.

Natürlich punktet auch Iron Man 3 wieder mit pointierten und witzigen Dialogen, die die Handlung flankieren. Robert Downey, jr. zeigt, was er kann. Wohltuend ist dabei, dass er sein Spiel gegenüber Teil 2 etwas zurücknimmt. Das mag daran liegen, dass Iron Man nach den Ereignissen des Blockbusters Avengers nach seinem Aufenthalt im Wurm loch traumatisiert ist, aber vielleicht auch, dass er in Teil 2 zum Overacting geneigt hat.

Doch Iron Man muss sich nicht nur mit dem Mandarin, sondern auch mit dem verrückten Wissenschaftler Aldrich Kilian und seinen biologisch manipulierten Cyborgs rumplagen. Guy Pearce spielt den Wissenschaftler, so wie man ihn spielen muss, nämlich mit einem Schuss Wahnsinn.

Doch bei aller Handlung kommen auch die Freunde des Action Films nicht zu kurz. Es gibt zahlreiche Explosionen und atemberaubende Stunts, die Tony Stark dazu zwingen, sich auf das Existentielle zu besinnen. So zieht er sich auf seiner Flucht in eine Garage zurück und beginnt praktisch von ganz Unten neu. Für den nötigen Schuss Romantik sorgt Gwyneth Paltrow, die mich in den beiden Vorgängern ein wenig mehr überzeugt hat.

So kommt auch die Trilogie insgesamt zu einem (vorläufigen) Ende.

Iron Man 3 ist realitätsnäher und düsterer als seine Vorgänger und zeigt, dass am Ende der Mensch siegt und nicht seine High-Tech-Ausrüstung.

Nach dem Erfolg von Teil # 3 wird es niemanden wundern, dass man mit Downey, jr. und Paltrow wohl schon über Teil 4 verhandelt.

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