Avengers: The Movie

 Bereits mit Iron Man 1 # und # 2 sowie Der unglaubliche Hulk, Thor und Captain America wurden Vorfreude und Erwartungen auf den Avengers Film geschürt. Erste Erwartungen keimten schon in 2005 auf, als Ari Avad als damaliger Marvel Chef einen Avengers Film ankündigte. Am Konzept wurde immer mal wieder Fine Tuning betrieben. So wurde der Ant-Man Film auf Eis gelegt und der Hulk nach dem viel geschmähten Ang Lee Film neu ausgerichtet. Kann aber ein Superhelden Team Film, die zuvor als Solisten Stars in ihren jeweiligen Filmen haben bestehen? Können auch die Schauspieler so viel von ihrem Ego abgeben, um dem Film zu einem größeren Ganzen zu verhelfen? Schließlich sollte solch ein Film nicht auf ein „Iron-Man and Buddies“ hinauslaufen.

 

Mit der Regie wurde Joss Whedon beauftragt. Klar, Joss ist allseits bekannt und ein ausgewiesener Comic Experte, aber auch hier muss die Frage erlaubt sein, ob er das Zeug hat, einen solchen Blockbuster zu stemmen. Immerhin ist Joss Whedon dafür bekannt, dass er brillante Dialoge mit feinem Wortwitz schreiben kann.
Als möglicher Hemmschuh für den Film könnte sich auch erweisen, dass nicht alle Vorläufer kommerziell wirklich erfolgreich waren. So ist beispielsweise auch der neue Hulk Film kaum erfolgreicher gewesen als der vorherige.
Darüber hinaus sind 4 Jahre Wartezeit eine lange Zeit.

Doch nun zur Handlung:
Loki will den Tasserakt, um so die Erde zu beherrschen. Hierfür geht er ein Bündnis mit den Chitauri ein, einer blutrünstigen Alien-Rasse, die optisch wie eine Mischung aus Alien und Predator wirken, wobei sie leider nicht ganz so gefährlich wirken.
Fury erkennt den Ernst der Lage und weiß, dass außergewöhnliche Umstände außergewöhnliche Maßnahmen ergreifen. Er will ein Superheldenteam formen, um die Gefahr für die Erde abzuwenden.
Der zunächst nicht erfolgreiche Teamfindungsprozess ist zwar genial dargestellt, aber hat auch seine Längen. So wie zunächst das Team zerredet wird, wird auch diese Sequenz zerredet. An dieser Stelle wäre weniger (sprich kürzer) mehr gewesen.
Wichtig ist dennoch, dass sich Whedon anfangs Zeit lässt, die Charaktere noch einmal vorzustellen. So gibt er auch den Zuschauern Gelegenheit, Charaktere kennen zu lernen, die sie in ihren Vorläufer Filmen nicht gesehen haben. Ich kann hier nicht diejenigen Kritiker verstehen, die gerade hierfür den Film verreißen.

Es ist logisch, dass der Film von Robert Downey, jr. dominiert wird. Dies liegt einerseits in der Tatsache begründet, dass die Iron Man Filme erfolgreich waren und andererseits ist die Ursache in der Ironie vieler Dialoge zu suchen, die Downey einfach am besten rüberbringt.
Dennoch gelingt Whedon der schwierige Drahtseilakt, jedem Schauspieler seine Momente zu geben, wobei mich neben Downey, jr. auch Mark Ruffalo als Dr. Banner und Scarlet Johannsen als toughe Black Widow überzeigen.
Avengers nimmt nach der Eingangssequenz deutlich an Fahrt auf und erreicht seinen Höhepunkt in 2 gewaltigen Action Sequenzen, die den Zuschauer auch wegen der 3D Effekte, die endlich mal ihre Bezeichnung verdient haben, bannen und in den Kinosessel drücken. Dies ist genau das, was man von einem solchen Film erwarten darf und was auch geliefert wird.
Natürlich kommen trotz gewaltiger Alien Invasion augenscheinlich keine Menschen zu Schaden, denn die Superhelden verstehen sich als Beschützer der Menschen.
Generell bleibt Marvel seinem zuletzt gewählten Konzept treu und spielt mit Versatzstücken aus dem klassischen 616 Universum und dem ultimativen Universum. Loki war auch in den Comics aus den 60er Jahren der Grund, warum sich die Avengers gründeten. Die Chitauri entstammen wiederum dem ultimativen Universum und auch die Gesamtkonzeption von Clint Barton ist dem ultimativen Universum entliehen.
Denjenigen, die Comics nicht oder nur am Rande lesen, sei erklärt, dass unter dem „616 Universum“ die Comics zu verstehen sind, die seit den 60er Jahren bis heute andauern. Als Gründer des 616 Universums gilt Stan Lee, der natürlich auch diesmal wieder einen Gastauftritt hat. Das ultimative Universum dagegen ist ein etwas zeitgemäßerer Ansatz und sollte Marvel eine neue Leserschaft erschließen.
Avengers ist klassisches Blockbuster Kino im besten Sinne und gerade an den warmen Tagen, an denen man im Kino nicht viel mitdenken möchte, wärmstens zu empfehlen.
Im Abspann wird die Möglichkeit einer Fortsetzung eingeräumt. Gegner wäre dann eine Figur, die dem Tod in den Marvel Comics besonders nahe steht.

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