Miss Endicott # 1: Die Vergessenen

 Die junge Miss Endicott kehrt nach einer langen Reise nach London zurück, um an der Beerdigung ihrer Mutter teilzunehmen. Dort bekommt sie einen Schlüssel in die Hand gedrückt, der zur Tür eines alten Hauses gehört.

Das Haus hat sie von ihrer Mutter geerbt und es wird vom schrulligen Haudiener Konrad verwaltet. Dieser weiht sie in das große Geheimnis ihrer Mutter ein, die nachts als Schlichterin die Dinge der armen Leute Londons regelte. Kurz entschlossen tritt Miss Endicott das Erbe ihrer Mutter an, um noch in derselben Nacht an ihren ersten Fall zu geraten. Dieser lässt sie ein Geheimnis Londons entdecken, was nicht überall gerne gesehen wird.

 

Nein, Miss Endicott ist keine Stangenware und doch oder vielleicht deswegen hat mich der Titel von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Dies liegt nicht nur am spannenden und abwechslungsreichen Plot, sondern auch oder vielleicht sogar primär an Xavier Fourquemin, der ein atmosphärisches London des 19. Jahrhunderts so einfängt, dass man den wabernden Nebel schon fast riechen kann.

Miss Endicott ist kein Vamp, keine Schönheit im klassischen Comic Sinne und auch keine Action Heldin. Sie erinnert vielmehr an Mary Poppins, denn wenn sie nicht als Schlichterin agiert, ist sie Gouvernante. Fourquemin bleibt sich in Panelarchitektur und Strichführung treu. Wer also von Der Legende vom Changeling schon begeistert war, wird auch bei Miss Endicott angetan sein und einen Kauf keineswegs bereuen.

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