Wolverine und die X-Men # 1

 Eine der wenigen Serien, die im Rahmen von Marvel NOW! nicht neu gestartet wurden, ist Wolverine und die X-Men. Wozu auch? Die Serie war von Anfang an innovativ und somit eine Erfolgsstory.

Jason Aaron brachte das Flair der klassischen X-Men Stories zurück. Er lässt seinen Charakteren jede Menge Freiraum und scheinbar nach Belieben entwickeln. Sogar der omnipräsente Wolverine erscheint in einem neuen Licht und bereitet somit wieder Spaß.
Teilweise lässt er seine Charaktere völlig gegen ihre Grundausrichtung agieren, ohne ihnen aber ihre Identität zu nehmen, was allein schon eine Meisterleistung ist. Oder wer hätte sich Iceman ernsthaft als „Professor“ vorstellen. Doch Aaron setzt noch einen drauf und lässt seine Charaktere über solche Entwicklungen Witze reißen. Überhaupt kommt der Hu-mor trotz einiger Spannung nicht zu kurz.
Der Hellfire Club versucht immer noch, die Jean-Grey-Schule zu vernichten. Gleichzeitig kommt ein Zirkus nach Salem. Auch hier dreht Aaron die grundsätzliche Ausrichtung der Charaktere um. Wolverine als Clown sieht so abstrus aus, dass wir Leser einfach schmunzeln müssen. Nicht vergessen sollte man auch die Vorstellungsgespräche für einen Dozentenposten, die Kitty Pryde führt und sie an den Rand der Verzweiflung treibt.
Doch kommen wir noch einmal auf den Zirkus zurück. Er unterscheidet sich deutlich von dem des Ringmasters, der schon einmal Spider-Man unter seine Kontrolle brachte und auch die X-Men standen in einem Abenteuer schon einmal unter ähnlichem Einfluss. Trotz dieser unübersehbaren „Anleihen“ entwickelt Aaron eine komplett neue Story, die sich schließlich in den Kontext um den Hellfire Club einfügt.
Schließlich betätigt sich Wolverine als Friseur und kreiert Storm eine Frisur, die wir aus den 80er Jahren kannten.
Die meisten der Ausgaben des vorliegenden Bandes, der die Us-Hefte # 19-24 zum Inhalt hat, sind von nick Bradshaw gezeichnet. Er gibt den Charakteren das jugendliche Aussehen, das eine Serie mit dieser Frische benötigt. Sogar Wolverine sieht aus, als habe er eine kleine Verjüngungskurhinter sich.
Darüber hinaus ist die wundervolle Kolorierung von Laura Martin auffallend, die zu den Besten ihrer Zunft gehört.
Wolverine und die X-Men muss man einfach lesen, wenn man die Mutanten mag.

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