Morning Glories # 1

 Schüler mit völlig verschiedenen sozialen Hintergründen sowie ebenso unterschiedlichen Charakteren werden zur Elite Schule Morning Glories eingeladen. Klar ist, wer diese Schule erfolgreich abschließt, braucht sich später nicht mehr um einen gut bezahlten Job zu sorgen. Er wird ihn einfach erhalten.


Die Schule selbst wirkt stylisch und modern, die Lehrer geben selbst nur allzu gern zu, dass die Unterrichtsmethoden ein wenig unorthodox sind.
Doch schnell stellt sich heraus, dass Morning Glories mehr als nur eine Schule ist. Um zu überleben, müssen die Schüler zusammenarbeiten. Der familiäre Hintergrund der Schüler ist ausgelöscht, denn die Eltern können oder wollen sich nicht mehr an ihre Kinder erinnern.

Spencer legt mit dem Haus Image Comics wohl eine der besten Serien der letzten Jahre vor. Der gelungene Genre Mix ist so eklatant, dass man als Leser brutal in den Sessel gedrückt wird. Man möchte diesen Band nicht weglegen, weil man fürchtet, dass man so eine der vie-len überraschenden Wendungen, verpasst bzw. macht die Handlung so süchtig, dass man den Band einfach nicht weglegen kann.
Spencer konfrontiert den Leser mit vielen Fragen, ohne auch nur im Geringsten anzudeuten, auf was die Handlung nun wirklich hinauslaufen wird. Gelüftet werden eher nachrangige Fak-ten, die aber oft wieder neue Fragen aufwerfen. Auf Sicht läuft Spencer hier Gefahr seine Leser zu frustrieren, wenn er ihnen nicht hin und wieder ein paar Happen zuwirft.
Die Charaktere sind sehr profiliert herausgearbeitet und ich wette, dass Spencer auch in Be-zug auf seine 6 Hauptcharaktere noch das eine oder andere As im Ärmel hat. Fakt ist, dass ein Teil der Handlung auf dem Spannungsfeld zwischen den Charakteren basiert. So ist es zunächst ein wenig überraschend, aber in der Folge des Plots vollkommen konsequent dar-gestellt, dass mit Casey ausgerechnet ein „All American Girl“ die Führungsrolle übernimmt.
Vorangetrieben wird der Plot durch seine zahlreichen überraschenden Wendungen, die wie-derum oft mit den gängigen Genre Klischees brechen.
Zeichnerisch sind Figuren und Charaktere so gestaltet, wie es die Handlung abverlangt. Die neuen Schüler müssen einfach gut aussehen und die Schule selbst muss ein bisschen mehr sein als die High School von neben an und doch finden sich einige klassische High School Motive wieder.
Wikipedia definiert die Serie mit „Runaways treffen Lost“. Diese Definition ist nicht falsch, aber auch nicht zutreffend, denn auch Motive aus Orwells 1984 oder Huxleys Brave New World finden ihren Niederschlag, der durch Star Wars oder Blade Runner Zitate geschickt abgerundet wird.
Mittlerweile sind die Bände #2 und # 3 erschienen, Band # 4 ist angekündigt. Den Paninis sei Dank!

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