Der spazierende Mann

 Jiro Taniguchi legt einen weiteren sehr persönlichen Manga vor. Persönlich ist dieser Manga, weil wir die Umwelt eines Mannes aus seiner Perspektive bei diversen Spaziergängen kennenlernen.

Wir erfahren nicht, wie der Mann heißt, was er arbeitet oder über welchen Background er verfügt. Doch darum geht es Taniguchi nicht und dennoch lernen wir den Mann besser kennen als man vielleicht ohne Kenntnis irgendwelcher „Rohdaten“ gemeinhin glauben könnte. Vielmehr zeigt der Autor den meist lächelnden Mann, der ein gewisses Interesse an seiner Umgebung und seinen Mitmenschen zeigt. Taniguchi legt ebenso Wert auf detaillierte Hintergründe, die wir eben nur dann so wahrnehmen können, wenn wir spazieren gehen und weder Auto oder Bus fahren.
Die Erlebnisse des Mannes werden uns in Episoden geschildert. Gesprochen wird wenig, wie es eben nun mal vorkommt, wenn man meist allein spazieren geht. Taniguchi beweist in verschiedenen Panel Mut zu einer eigenwilligen Perspektive. Das macht das Lesen des Bandes zu einem Erlebnis der besonderen Art und entschleunigt uns Leser auf angenehme Art und Weise.
Als Freund solcher Comics kann man Carlsen nur danken, dass sie solche Titel auf dem deutschen Markt veröffentlichen.

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