Venom # 7: Minimum Carnage

 1993 durchzog mit Maximum Carnage ein 14-teiliges Crossover alle 5 damals erscheinenden Spider-Man Serien. Dieses Crossover gilt als Klassiker und ist typisch für eine Story der 90er Jahre. Nicht ganz umsonst wird der Titel bei den Paninis immer mal wieder als Neuauflage nachgefragt.
Minimum Carnage als Crossover der Serien Venom und Scarlet Spider ist nun keine Fortsetzung und will es auch gar nicht sein.

Im Vordergrund steht ja auch nicht der freundliche Netzschwinger aus New York, sondern vielmehr Venom und Scarlet Spider, den es ja nach Houston/Texas verschlagen hat.
Beide Helden müssen Carnage in das Microverse folgen – jenes Microverse, das bereits in den 60er Jahren von Jack „The King“ Kirby entwickelt wurde. Dort kommt es zum Kampf mit Marquis Rude, der das Microverse zum Einsturz bringen will, was auch verheerende Auswir-kungen auf unser Universum haben würde. Der Marquis erinnert uns dann auch mal mehr, mal weniger an den Imperator aus Star Wars. Überhaupt ist der Plot nach dem Abstecher ins Okkulte in Band # 6 diesmal eindeutig von SciFi Elementen geprägt. Das mag zunächst überraschend erscheinen, aber die Story funktioniert, weil Bunn der Brückenschlag zwischen Superhelden- und SciFi Genre gelingt. Dies mag auch daran liegen, dass der Venom Sym-biont, aus dem ja auch Carnage entstanden ist, selbst aus den Weiten des Raums stammen. Neben der Auseinandersetzung mit Carnage punktet Bunn vor allem in der Auseinanderset-zung zwischen Venom und Scarlet Spider, die sich anfangs nicht mögen, aber dennoch zum Glück und meiner Erleichterung nicht dem Klischee unterliegen sich aus einem Missver-ständnis heraus, gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Bunn legt seinen Schwerpunkt auf pointierte Dialoge zwischen den beiden Antagonisten.
Herrlich ist jedoch auch das Panel, in dem eine Wissenschaftlerin, dass sich Carnage als Symbiont mit dem Organismus von Cassidy verbunden und daher nicht mehr völlig getrennt werden kann.
Natürlich greift Bunn auch den inneren Zwist zwischen Symbiont und Flash Thompson auf, aber er stellt ihn nicht so sehr in den Vordergrund wie es Remender in seinem Run so wun-derbar getan hat.
Was mich jedoch am meisten an den Band gefesselt hat, war die Tatsache, dass wir aus der Handlung viel ins Tagesgeschehen übernehmen können. Zerfällt das Microverse, zerreißt es auch unser Universum. Stürzt ein Land ins Chaos, kann dies eine ganze Region gefährden. Nachzulesen in Afghanistan, im Irak und aktuell in Syrien.
Doch wer diesem Ansatz nicht folgen mag, kann der Story auf Basis des Superhelden / SciFi Genre Mix einiges abgewinnen.

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