Darkness Rebirth # 2

 Jackie Estacado hat alles, was er je wollte. Als er die Welt neu erschaffen hat, konnte er seine Liebe Jenny Romano ein neues Leben schenken und Hope wurde so zu ihrer Tochter. Hopes eigentliche Mutter Sara Pezzini hat keine Erinnerung mehr daran.
Mit dem vorliegenden Band setzt David Hine seinen bemerkenswerten Run bei Darkness fort.

Er führt dabei Jackie Estacado, der bisher sein Umfeld stets im Griff hatte, an seine Grenzen. Die Darkness hat sich nicht nur verselbständigt, sondern sich auch noch als sein Doppelgänger personalisiert. Dabei übernimmt der Doppelgänger mehr und mehr Jackies Rolle, auch als Vater von Hope und Mann von Jenny. Wir erleben, wie Jackie immer mindestens einen Schritt hinter dem Doppelgänger herhinkt und nicht einmal ansatzweise eine Chance hat, mit ihm Schritt zu halten. Dies liegt auch daran, dass Hope völlig neue Züge zeigt und dass sein Gegenspieler Balakov weit mehr ist als er zunächst zu sein erscheint.
Das ist durchweg spannend erzählt. Natürlich wird Jackie irgendwie aus der Sache raus-kommen. Entscheidend wird sein, wie sich das Top Cow Universum dann verändern wird. Im Moment kann man sich als Leser wohl kaum vorstellen, dass es keine weiteren Ver-änderungen im und am Top Cow Universum geben wird. Dafür weisen alle Charaktere zu sehr darauf hin, dass Jackie zu viele entscheidende Fehler bei der Schaffung „seiner“ Welt gemacht hat. Deutlicher gesagt:“ Er hat Gott gespielt.“ Allein dieser Aspekt lässt sich natürlich wunderbar auf jeden Despoten der Vergangenheit und Gegenwart reflektieren. Die Story selbst lässt sich gut lesen, weil Hine seinen Plot auf den Punkt bringt. Er ver-zichtet auf jede Umschweife und lässt seinen Protagonisten wider Willen rasant zur Hölle fahren. Im nächsten Arc wird sich der eine oder andere Charakter noch platzieren müssen oder die Wahl seiner Seite überdenken, aber vielleicht hat Hine noch eine ganz andere Lösung parat. Wie es sich für einen guten Krimi Autor gehört, der er nun einmal originär ist, hat er sich genügend Hintertürchen offen gehalten, was Im Übrigen auch einen Teil der Spannung ausmacht.
Jeremy Haun tut mit seinen atmosphärischen Zeichnungen das Seine dazu. Egal, ob der Plot Horrormomente, Krimi Momente oder Erzählerisches bietet, Haun passt sich an und wirkt dabei durchweg stilsicher.
Spätestens mit diesem Band verbreitet Darkness wieder den Spaß, den er ganz zu Anfang gemacht hatte, wobei ich den Marz Run nicht kritisieren möchte. Und wenn, wäre es Nörgeln auf ganz hohem Niveau.

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