Witchblade Rebirth # 2: Portale

Wb_2  Tim Seeley ist nach wie vor der Autor der Witchblade Serie. Nach dem langen Marz Run, der die Serie natürlich fundamental geprägt hat, ist Seeley sichtlich bemüht, die Serie neu auszurichten.

Hierbei ist es hilfreich, dass Saras „Einsatzort“ von New York nach Chicago, the Windy City, verlegt wurde. Seeley nutzt dies geschickt, um die Serie so atmosphärisch zu verändern, denn die Stadt an sich spielt durchaus ihre Rolle. Seeley richtet auf diesem Wege die Witchblade mehr als Marz zuvor zum Horror Genre aus. Er konfrontiert Sara mit neuen Gegenspielern und neuen Nebencharakteren. Den traditionellen Witchblade Leser mag das auf den ersten Blick befremden, aber sobald man sich auf Seeley und seinen Plot einlässt, hat man als Leser an der Witchblade genau so viel Spaß wie bei Marz – vielleicht sogar ein wenig mehr, wofür die wirklich verschrobenen Nebencharaktere und Gegenspieler sorgen, mit denen Seeley bereits bei Hack/Slash zu brillieren wusste. Doch bei allen Parallelwelten, Elfen, Monstern und mystischen Wesen – ganz ohne Darkness geht es dann doch nicht. Zwar tritt Darkness nicht selbst in Erscheinung, aber seine Darklings kümmern sich auf ihre spezielle Art und Weise um den Mann, der Sara beschatten soll.

Das für mich aber wirklich Erstaunliche an dem vorliegenden Band ist die Tatsache, dass uns Seeley mit 4 One Shots und 2 Zweiteilern einen Plot vorlegt, der nicht nur an Band # 1 anschließt und die dort erzählten Ereignisse aufgreift bzw. fortentwickelt, sondern auch in sich miteinander verwoben ist. So löst Sara eben nicht einen skurrilen Fall nach dem anderen, sondern ist in einen Fall verwickelt, auch wenn sie das selbst stellenweise nicht bemerkt.

„Portale“ lautet der Titel des Bandes und das völlig zu Recht, denn Türen und Tore verschließen sich für Sara als Privatperson wie auch als Witchblade Trägerin  immer wieder und scheinbar nach Belieben. So kam der Schluss des Bandes für mich völlig überraschend und war doch völlig logisch.

Diego Bernard verfügt nicht nur über einen dynamischen Strich, sondern versteht es, den Charakteren die komplette Emotionspalette in die Mimik zu zeichnen.

Was mich dann nicht überrascht, ist, dass es Seeley gelingt, glaubwürdige weibliche Charaktere zu schreiben. Seeley etabliert Witchblade auch weiterhin als Top Cow Flaggschiff, wenn auch unter veränderten Vorzeichen.

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