Batwoman #3: Monsterbrut

 Mit dem vorliegenden Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Batwoman # 12-17 sowie die Ausgabe # 0.

Auch der 3. Band unterstreicht, dass es sich bei Batwoman nicht um eine konventionelle Superheldenserie handelt. J.H. Williams III und W. Haden Blackman mischen Fantasy, Horror und Mythologie hinzu. Das Resultat ist ein Plot mit einer ganz speziellen und eigenen Atmosphäre, das dadurch unterstützt wird, dass die Autoren die jeweiligen Geschehnisse aus unterschiedlichen Perspektiven, auch aus der Sicht Medusas, schildern und kommentieren lassen. Dadurch werden die Charaktere für den Leser lebhafter und transparenter. Besonders Wonder Woman und Batwoman gewinnen an Glaubwürdigkeit. Hinzu kommen mit Maggie Sawyer, der Freundin von Kate Kane, und Kanes Cousine Bette, 2 weitere Charaktere, die zwar in enger Verbindung zur Titelheldin stehen, aber erfreulich eigenständig agieren. Es ist dann schon konsequent und logisch, dass in dieser Welt kein Platz für männliche Charaktere ist. Erwähnt werden ein Werwolf und Pegasus, der zwar die beiden Heldinnen auf die richtige Spur führt, aber dessen zentrale Handlung darin besteht, sich von Wonder Woman enthaupten und aufgrund seiner schweren Verletzungen den Gnadenstoß geben zu lassen.

Doch bei allen Charaktermomenten kommt die Action durchaus nicht zu kurz. Damit meine ich nicht nur den Endkampf, der mehr ist als nur eine wilde Schlägerei. Nicht völlig verstanden habe ich, dass Medusa Gotham zerstören will, aber es außer Batwoman und Wonder Woman niemanden sonst auf den Plan ruft.

Beeindruckend ist und bleiben natürlich die Zeichnungen sowie die Panelarchitektur. Aus den immer wieder überraschenden Panelanordnungen ragen ein rundes Panel und eine Seite in Form der Batwoman Maske heraus.

Immer wieder kreisen auch in höchster Gefahr Kates Gedanken um Maggie. Hierin mündet auch konsequent der Plot. Kate stellt Maggie einen Heiratsantrag, der sich im Grunde auf ein Panel konzentriert. Hierbei handelt es sich nicht um einen Spoiler. Der Antrag ist längst bekannt und wurde bereits in den einschlägigen Foren ausgiebig diskutiert. Dieser Aspekt hat einen gewissen Soap Faktor, der der Serie tut gut und belebend wirkt.

Mit all diesen Facetten des Plots haben Williams III und Blackman einen Weg gefunden eine ganz eigene Story über Gotham City zu schreiben und so aus dem übermächtigen und überlangen Schatten Batmans hinauszuschreiten. Das allein ist schwierig genug. Wie es dann vom Kreativ Team auch umgesetzt wird, ist schlichtweg beeindruckend. darüber hinaus bietet der band über die „Nullnummer“ einen guten Einstieg für Neuleser, auch wenn diese den zweiten Band, dessen Handlung fortgesetzt wird, nicht gelesen haben sollten.

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