Secret Service

 James Bond ist ohne Frage ein Superagent. In einem der zahlreichen Filme erfahren wir, dass er von der Royal Air Force zum MI 6 abgeordnet wurde. Doch wie erfolgt die Rekrutierung und anschließende Ausbildung eines Agenten? Diese Frage stellte sich der junge Mark Millar, als er die ersten Bond Filme sah. Heute ist Mark Millar längst ein etablierter Comic Autor und kann sich die Freiheit nehmen, in der Icon Schiene von Marvel eine solche Ausbildung zu schildern.

Gary kommt aus einem mehr oder weniger schlechten Elternhaus und er wohnt in einer miesen Gegend. Fast zwangsläufig rutscht er immer wieder ab und verwickelt sich in Kleinkriminalität. Onkel Jack scheint so etwas wie eine „Du kommst aus dem Gefängnis frei“ Karte zu besitzen, denn er boxt Gary regelmäßig raus. Doch auch Onkel Jacks Geduld ist erschöpft und er wirbt Gary für den Geheimdienst an, dem er selbst angehört. Gary durchlebt eine knallharte Ausbildung mit allen Höhen und Tiefen und muss erkennen, dass aus der Ausbildung schnell ein echter Fall werden kann.

Natürlich ist die vorliegende 6 teilige Story allein schon aus rechtlichen Gründen keine James Bond Story, aber sie bedient sich doch einiger Versatzstücke der langlebigen Filmserie.

Es geht um nichts Geringeres als um die Welt und das Leben von ca. 4 Milliarden Menschen. Natürlich gibt es auch einen Gegenspieler, der erst spät erkannt wird. Und Millar wäre nicht zu einem Superstar der Autorenriege aufgestiegen, wenn er nicht 2 völlig überraschende Twists einbauen würde. Diese beiden Twists, die ich an dieser Stelle keineswegs verraten werde, kommen so unvermittelt, dass sie uns tief in den Sitz drücken.

Bekannt sind die Bond Filme für ihre rasanten Anfangssequenzen. Ohne eine solche kommt auch Millar nicht aus, aber hier packt er einen gehörigen Schuss Ironie ein, der uns gleich mit der Story warm werden lässt. Amüsiren dürfen wir uns auch über die Anspielungen auf altgediente Agenten wie Steed oder Templar.

Als Co-Autor konnte Millar keinen geringeren als Matthew Vaughn gewinnen, der die ein wenig vor sich hintümpelnde Bond Serie aus seinem Tief holte und zu neuen Höhen führte.

Zeichner Dave Gibbons ist allein schon durch Watchmen zur Legende geworden, aber auch für seine Arbeit an Martha Washington bekannt. Auch bei Secret Service liefert Gibbons die gewohnt gute Arbeit ab und fängt die Atmosphäre einer Geheimdienst Story gekonnt ein.

Secret Service widmet sich natürlich vorrangig an die Liebhaber von Agenten Stories. Doch auch wer eine gute, unterhaltsame Story lesen möchte, wird keineswegs enttäuscht sein.

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