Swamp Thing 3: Das grüne Reich

 Mit dem vorliegenden Band beendet Scott Snyder nicht nur das epische Crossover um das Grün, das Rot und die Fäulnis, sondern auch seinen persönlichen Run an Swamp Thing.

Zunächst schickt Snyder seinen Protagonisten auf eine Art Zeitreise. Sind für ihn nur wenige Stunden seit dem Abstieg, der in jeder Hinsicht sehr an den Hades erinnert, in das Reich der Fäulnis vergangen, hat sich die Erde um ein weiteres Jahr weiter gedreht. Arcane hat die Welt in die Knie gezwungen und auch die mächtigsten Helden sind nun Sklaven der Fäulnis.

Es ist kein völlig neues Konzept, einen Helden einen scheinbar aussichtslosen Kampf führen zu lassen, den er dann im Endeffekt (meist) doch gewinnt. Wichtig ist, dass der Autor für diesen scheinbar unmöglichen Sieg eine Art Schlüssel oder erzählerischen Notausgang hinterlegt. Daran hat Snyder freilich gedacht und dies auch entsprechend umgesetzt. Er schickt Swamp Thing nach Gotham City. In den Ruinen der Stadt ist eine geheime Waffe verborgen, die kein geringerer als ein gewisser Batman dort vorsorglich versteckt hat. Snyder lässt Swamp Thing in seiner Version des „Age of Apocalypse“ mehrere Male beinahe scheitern. Doch mit der Hilfe von Poison Ivy und Deadman stellt sich Swamp Thing dem Kampf. Hierdurch geraten fast schon zwangsläufig Actionsequenzen in den Vordergrund. Dass dies auf Dauer nicht langweilig wird, liegt an der Bildgewalt eines Yanick Paquette, der diesen Sequenzen viel Dynamik verleiht.

Swamp Thing bzw. in diesem Fall eher Alec Holland nimmt die Rolle des Avatars mehr und mehr an. Motiviert wird er auch dadurch, dass er erfährt, dass er wohl nur so Abigail, seine große Liebe, retten kann. Diese Charakterentwicklung ist wesentlicher Bestandteil des Plots und wohl auch wichtiger als die Actionsequenzen, denn sie können eine Basis für die kommenden Stories sein.

Außergewöhnlich gut ist der Epilog um Alec und Abigail. Hier beweist Snyder, dass er auch ganz anders kann, als Horror- oder Actionplots zu schreiben.

Nach insgesamt 18 Ausgaben führt Snyder Swamp Thing wieder auf eine Art „0-Linie“ zurück, auf der nunmehr der neue Autor, Charles Soule, der als genialer Nachwuchsautor gilt und in den USA für sein Swamp Thing abgefeiert wird, aufbauen und sowohl die Serie, als auch den Charakter selbst, beliebig entwickeln kann.

 

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