Wolverine und die X-Men # 2

WuX2 Als ich noch zur Schule ging, habe ich mich immer auf die Wandertage gefreut. Wenn Wolverine Schuldirektor ist, sieht die Sache schon mal ein wenig anders aus. Da wird das Wilde Land zum Ausflugsziel und Lerninhalte heißen Überleben, Teamwork und nochmals Überleben.

Aarons Story unterhält auf angenehme Art und Weise, weil ein gewisser ironischer Unterton schon allein dank Quentin Quire nicht zu überhören bzw. –lesen ist.

Selbstverständlich verläuft eine solche Exkursion nicht nach Plan und Wolverine muss erkennen, dass er der Aufgabe eines Schuldirektors nicht bzw. noch nicht gewachsen ist. Hinzu kommt, dass ihn mit Dog, sein zeitreisender Bruder, ein hartnäckiger Verfolger auf den Fersen ist. Dog wurde 2001 für Wolverines Origin eingeführt und war seitdem in der Versenkung verschwunden. Da Dog im Gegensatz zu Wolverine kein Mutant ist, müsste er also längst tot sein. doch Aaron übergeht dieses Problem, in dem er Dog zu einem Zeitreisenden macht. Im Grunde kreuzt er Kraven und Cable, um einen neuen Charakter zu erfinden, der aber in seiner Entwicklung auf dem stand eines Kindes stehengeblieben ist. Gerade unter Stress fällt er in kindliche Verhaltensmuster zurück. Wahrscheinlich würde man manch andere Serie mit solch einer Story erst einmal stirnrunzelnd zur Seite legen, aber bei Wolverine und die X-Men funktioniert dies, weil hier der Wahnsinn Methode hat. Die Methode ist Aarons Ironie, die die Schwächen des Superheldengenres korrumpiert und doch gleichzeitig eine Stärke daraus macht. Davor können wir nur den Hut ziehen und uns beim Lesen völlig entspannt zurücklehnen. Dabei wird Aaron von einem glänzend aufgelegten George Perez unterstützt, der besonders in den farblich abgesetzten Flashbacks zu gefallen weiß.

Im Mittelpunkt stehen jedoch eher die jungen Mutanten, die sich verzweifelt im Teambuilding versuchen. Dies ist für mich auch das Herzstück der vorliegenden Story.

Neben der Unterhaltung, die diese Story zweifellos auf hohem Niveau bietet, besticht sie durch die latente Bedrohung durch die Hellfire Academy, an die Wolverine gleich 2 seiner Problemfälle verliert. Welche das sind, möchte und werde ich an dieser Stelle nicht verraten. Zumindest in einem Fall war ich sehr überrascht. Ich bin überzeugt, dass Aaron auf die Beweggründe des Charakters noch eingehen wird.

Am Ende der vorliegenden Story sehen wir ein einen gereiften Schuldirektor Wolverine, der mehr und mehr die Vielschichtigkeit seiner Aufgabe erkennt und annimmt.

Dennoch erscheint perspektivisch eine Auseinandersetzung mit dem Hellfire Club bzw. seiner Academy unausweichlich.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s