Fables 20: Erben des Windes

 Mit dem Fall des Kaisers glaubte ich, dass die Story um die Fables erzählt ist. Selten habe ich mich so getäuscht. Scheinbar mühelos und mit leichter Hand lässt Bill Willingham aus einer Story die nächste entstehen. Die Stories haben zumindest zurzeit nicht den epischen Umfang des ersten großen Runs, aber sie sind zweifellos spannend erzählt.

 

Nachdem sich Mr. Dark und der Nordwind gegenseitig eliminiert haben, muss ein Nachfolger für den Nordwind gefunden werden. Da Bigby längst auf den Thron verzichtet hat, wird dieser Nachfolger nun unter den Kindern von Snow und Bigby gesucht. Hierzu müssen sich die Kinder zahlreichen Prüfungen unterziehen. Willingham legt hierbei geschickt die eine oder andere falsche Fährte, die uns von der Wahl des Nachfolgers erfolgreich ablenkt.

Gleichzeitig erkundet Rose Red die Farm. Dabei stellt sich heraus, dass Schwester Spratt durchaus eine würdige Schülerin von Mr. Dark war.

Bufkin dagegen versucht, eine Revolution gegen den Kaiser des pan-ozeanischen Reiches zu entfachen und muss sich dabei eines Verräters erwehren.

Hinzu kommen noch 2 Stories, die scheinbar in keinem Zusammenhang mit den Ereignissen um die Erben des Windes stehen, aber wir haben längst erkannt, dass solche Stories in ferner oder naher Zukunft wieder Gewicht finden und Einfluss auf den Plot nehmen werden. Willingham hat folglich den Butterfly Effekt für seine Fables längst erfolgreich adaptiert.

Ob nun das Offensichtliche in den 3 Plots geschehen wird oder ob Willingham einmal mehr einen seiner raffinierten Haken schlagen wird, wird uns die Zukunft zeigen. Wir wissen, dass er immer für eine Überraschung gut ist.

Es ist mehr als nur erstaunlich, dass Willingham jetzt schon über 100 Ausgaben Unterhaltung auf höchstem Niveau bietet, ohne durch ein inhaltliches Tal wandern zu müssen.

Wo Willingham ist, kann Buckingham nicht weit sein. Er hat zwar nicht alle Einzelausgaben des vorliegenden Bandes gezeichnet, aber das, was und wie er es gezeichnet hat, hat eine unglaubliche Wirkung auf uns. Die Fables dürften zurzeit und wohl auch noch für einige Zeit das Flaggschiff des DC-Imprints Vertigo sein.

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