The Return of the First Avenger (Captain America 2)

 Die Winter Soldier Saga, die die Vorlage für diesen Film bildet und aus der Feder von Ed Brubaker stammt, ist wohl eine der besten Stories, die für Captain America geschrieben wurde.

Dementsprechend ist natürlich die Erwartungshaltung, die durch den ersten Film über den First Avenger und auch durch Avengers # 1 nicht gerade gemindert wird.

Der Film besticht durch seinen konsequenten Aufbau sowie durch sein Timing in Wechsel zwischen ruhigeren Sequenzen, die die Handlung des Films erzählen, und Action Sequenzen, wie wir sie von einem Superheldenfilm erwarten.

Chris Evans hat sich die Rolle des Captain längst zu Eigen gemacht und verkörpert den First Avenger beeindruckend. Immerhin muss er zwischen Leinwandgrößen wie Robert Redford, der nach wie vor mit seiner Leinwandpräsenz besticht, und Samuel L. Jackson bestehen. Dies gelingt ihm zweifellos. Ebenso transportiert er die Vielschichtigkeit von Captain America zwischen einem wandelnden Anachronismus, einem Soldaten und einem Superhelden, der mehr und mehr zum strategischen Kopf wird, in die Kinosessel. In einem Interview hat er kürzlich gesagt, dass er zunächst zögernd für 6 Marvel Filme unterschrieben hat, weil er sich so fremdbestimmt fühlte. Nach diesen 6 Filmen möchte er nur noch Regie führen. Hoffentlich überlegt er sich das noch einmal anders. Ich hätte nie geglaubt, dass aus dem Johnny Storm aus den nicht wirklich geglückten Fantastic Four Filmen ein Captain America wird.

Mehr als nur skeptisch war ich, als ich seinerzeit erfuhr, dass Scarlett Johansson für die Rolle der Black Widow gecastet wurde. Lieferte sie jedoch schon in „Avengers“ eine gute Vorstellung ab, so überzeugt sie diesmal restlos. Sie ist nicht nur Captain Americas Gefährtin und Stichwortgeberin, sondern hat auch durchaus ihre eigenen Momente, die sie voll nutzt.

Anthony Mackie als Sam Wilson bzw. Falcon und Sebastian Stan als ultracooler Winter Soldier runden den Cast ab.

Der Plot selbst baut auf Teil 1 auf, aber es ist nicht zwingend notwendig, diesen Teil gesehen zu haben. Steve Rogers besucht zu seiner eigenen Identitätsfindung ein Museum, das seinen Werdegang zum Thema hat und der uns so noch einmal die Handlung des ersten Teils zusammenfasst. Dieser Kniff ist gekonnt in den Film eingebaut. Ebenso lebt auch dieser Film von kleinen Momenten, in denen auch die Superhelden mit „Normalen“ interagieren und die so unterstreichen, dass auch die Superhelden Menschen und somit menschlich sind.

Der Schockmoment des Films, als die Identität des Winter Soldiers enthüllt wird, kommt bei den Comiclesern als solcher wohl kaum an, denn dies haben wir schon vor ein paar Jahren in den Comics gelesen. Es ist jedoch ohnehin vielmehr der Weg dahin, den uns der Film erzählt und der uns so gut unterhält.

The Return of the First Avenger ist zweifellos eine der besten Fortsetzungen, die ich je gesehen habe.

Wies sich für einen Marvel Film gehört, dürfen wir uns über einen Stan Lee Cameo Auftritt freuen und schön bis zum Ende des Abspanns sitzenbleiben. Da kommt noch was!

Wahrscheinlich krame ich demnächst mal wieder die Winter Soldier Saga hervor. Der Film macht jedenfalls Lust darauf.

Notiz am Rande: Die Trailer zu Amazing Spider-Man2, X-Men: Days of Future Past und Guardians of the Galaxy haben viel Spaß und Appetit auf mehr gemacht.

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