Before Watchmen # 8: Crimson Corsair

before-watchmen-curse-of-the-crimson-corsair-wein-higgins1Der vorliegende Band schließt das Projekt „Before Watchmen“ ab.

In dem fiktiven Watchmen Universum ist die Serie Crimson Corsair ein großer Erfolg. Rund 2 Seiten dieser Serie finden sich daher am Ende der Watchmen Ausgaben. Natürlich ist dies vergleichbar auch im Projekt „Before Watchmen“ geschehen. Mit diesem Band werden diese Anhänge „en bloque“ veröffentlicht.

Pikanterweise fungieren hier Len Wein, der ehemalige Watchmen Redakteur, und John Higgins, der Kolorist der Watchmen, als Autoren und Zeichner.

Crimson Corsair trifft nicht ganz den Ton des Originals, was auch sehr schwierig ist, denn die angehängten Seiten haben auf ganz eigentümliche Art und Weise das Geschehen in den Watchmen teilweise reflektiert, was ihnen eine ganz eigene und besondere Atmosphäre verliehen hat. In diesem Crimson Corsair Abenteuer stehen mehr die Horror und Schockmomente im Vordergrund, obwohl Higgins dann doch noch eine wunderbare Auflösung gelingt.

Ferner legen Straczynski und Risso eine 2 teilige Miniserie um den Moloch, den Gegenspieler der Minutemen, vor.

Stracz zeichnet das Bild eines Außenseiters, der nicht zuletzt aufgrund seines Aussehens schon früh in diese Rolle gedrängt wurde. Schon früh fasziniert ihn Magie und als Magier gelingt es ihm, zumindest für den Moment auf der Bühne aus seiner Außenseiterrolle auszubrechen. Doch dauerhaft ist ihm auch hier ebenso kein Erfolg vergönnt wie als Schurke, denn den Minutemen gelingt es immer wieder, ihn zu besiegen.

Begegnungen mit Dr. Manhattan und Ozymandias bewegen ihn zum Umdenken. Ozymandias gibt ihn sogar eine Chance in seiner Firma.

Stracz setzt mit dem Außenseiterimage des Molochs, das ihn schließlich in die Rolle eines Verbrechers drängt, auf Nummer sicher. Allerdings ist sein Ansatz glaubhaft und nachvollziehbar, denn der Moloch sieht nun einmal nicht vorteilhaft aus. Doch so richtig abgeholt hat mich Stracz diesmal erst, als er die Verbindung zu den Watchmen hergestellt hat. Von diesen Momenten lebt der Plot, weil wir erstmals die Ereignisse aus Sicht des Molochs erleben. Insgesamt liefert Stracz diesmal also eine solide und keine überragende Leistung ab.

Risso, den ich für seine Arbeit an 100 Bullets für immer verehren werde, passt nicht so recht ins Superheldengenre. Insbesondere seine Darstellungen von Dr. Manhattan und Ozymandias sind gewöhnungsbedürftig.

Punkten kann der Band mit dem One Shot über Dollar Bill. Wieder einmal zeigt es sich, dass es wohl für einen Autoren leichter ist über die nicht so scharf skizzierten Charaktere der Minutemen zu schreiben wie über die Watchmen selbst.

Alles in allem ist der Band lesenswert, auch wenn nun deutlich wird, dass das thema „Before Watchmen“ durch ist.

Ein Gedanke zu “Before Watchmen # 8: Crimson Corsair

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s