Fantastic Four # 2: Am Ende der Zeit

 Das zweite Trade aus dem Hause Panini veröffentlicht die US-Ausgaben # 6-10.

Reed Richards steht vor einem Rätsel. Er stellt an sich selbst fest, dass er auf molekularer Ebene zerfällt und befürchtet, dass über kurz oder lang auch der Rest des Teams hiervon betroffen sein wird.

Unter dem Vorwand einer Bildungsreise für die Kinder reisen die Fantstic Four durch Raum und Zeit, um ein Gegenmittel oder die Ursache für den Zerfall zu finden.

Auf diesen Ereignissen setzt nun Band # 2 auf.

Matt Fraction verzichtet nahezu völlig auf Action. Der Plot wird von Dialogen getragen, ohne dass dabei der Plot an Tempo verliert. Auf diese Art und Weise weiß Matt Fraction zu brillieren.

Auf ihrer Reise treffen die Fantastic Four auf alte Bekannte, die ich hier nicht outen möchte. Nach Hickman, der mit jeder Menge neuer Ideen und einem Epos zu gefallen wusste, setzt Fraction auf bekannte Gegner, um uns dann an einer Stelle im band zu überraschen. Der eigentliche Feind der Fantastic Four wird enthüllt. Oder vielleicht auch nicht?

Diese Raum-Zeit-Reisen sind für kein anderes Team besser geeignet als für die Fantastic Four. Wir haben das Gefühl, einem Familienausflug beizuwohnen. Natürlich gestaltet sich dieser bei einer Superheldenfamilie etwas anders. Dabei achtet Fraction darauf, dass sich die Serie nicht zu ernst nimmt. Immer wieder streut er in seine Dialoge eine feine Prise Humor ein, um dann aber auch Charaktere aus ihren gewohnten Verhaltensmustern ausbrechen zu lassen. So reagiert Johnny Storm an einer Stelle mit ungewöhnlicher Schärfe und gerade in diesem Moment nehmen wir ihm dies auch ab.

Wir können es Fraction nicht hoch genug anrechnen, dass er Franklin und Valerie nicht nur in den Plot einbindet, sondern sie als wirklich wichtige Charaktere eingebunden hat. Im Grunde finden wir eine Fantastic Six vor.

Auch wenn ich nicht die geringste Vorstellung habe, wie Fraction, der die Fantastic Four leider nach Abschluss dieses Plots nach dem nächsten Band schon wieder verlassen wird, seinen Run beenden wird, macht dieser kunterbunte Mix aus Sci-Fi, Ironie, geschliffenen Dialogen, Soap und Familie viel Spaß.

Wir brauchen solche Serien in der Comic Landschaft, denn sie untermauern, dass auch heute noch innovative Superheldenstories geschrieben und gefunden werden können.

Mark Bagley gehört nach wie vor zu meinen erklärten Lieblingszeichnern. Er liefert die erwartet gute Leistung ab, wobei uns diesmal seine wechselnden Perspektiven beeindrucken.

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