Daredevil # 5: Ein Leben in Angst

Daredevil_23 Wie jagt man einem „Teufelskerl“ Angst ein, damit er Fehler macht und so angreifbar wird? Diese Frage stellt sich offenbar der unbekannte Gegenspieler von Daredevil, der förmlich aus dem Nichts angreift. Und er hat Antworten auf diese Fragen. Immer mehr und immer wieder wird nicht nur Daredevil in die Enge getrieben, sondern auch seine Freunde sind bedroht. Daredevil weiß nicht, wann und wo sein unbekannter Peiniger zuschlagen wird.

Mark Waid legt eine unglaublich spannende Story vor, die zunächst mit einer typischen Superheldenstory nicht viele Gemeinsamkeiten aufweist. Schaut man jedoch mal genau hin, handelt es sich durchaus um eine Superheldenstory, die aber, wie es sich für eine typische Daredevil Story gehört, auch andere Elemente aufweist.

Mark Waid gelingt es, Matt Murdock wie auch Daredevil mit einer ganz besonderen Charaktertiefe zu versehen. Gleichzeitig stellt er darüber eine Verbindung zum Leser her. Wir fiebern mit Daredevil mit, wie wir es in einem Superheldencomic schon länger nicht mehr erleben durften. Matt gesteht Foggie, dass er sich fühlt, als lege jemand eine Schlinge um seinen Hals. Dies können wir leicht nachempfinden. Wir spüren förmlich, wie eng die Luft für Daredevil wird. Mark Waid ist hier etwas ganz Besonderes gelungen. Er hat die finsteren Momente, die Bendis und Brubaker bei dieser Serie so gekonnt pflegten, teilweise für seine Story adaptiert. Leidglich die Schwere seiner Vorgänger hat er außen vor gelassen. Darunter leidet weder die Atmosphäre noch die Spannung des Plots. Dafür ist Daredevil zu sehr persönlich getroffen.

Die Auflösung, wer nun tatsächlich das Mastermind hinter den Anschlägen ist, wird geboten und ich werde einen Teufel tun, dies hier zu verraten. Verraten kann ich nur, dass es sich um einen Antagonisten handelt, der den allermeistern Lesern bekannt sein dürfte.

Faszinierend ist auch einer der Gehilfen dieses Gegenspielers, der wie eine Art finsteres Abziehbild von Daredevil agiert und ihm alles abfordert.

Eine der bewegenden Schlüsselszenen kommt völlig ohne Daredevil aus. Foggy Nelson befindet sich im Krankenhaus und gelangt auf eine Kinder Krebsstation. Sie geben ihm den Mut und den Optimismus, den er braucht, um seine eigene Behandlung durchzustehen.

Dass dieser Band so atmosphärisch und spannend ist, ist natürlich auch Chris Samnee zu verdanken. Sein strich ist voller Leichtigkeit und mit Hilfe seines Koloristen, Javier Rodriguez, machen besonders seine Licht und Schattenspiele Spaß.

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