Malcolm Max # 1: Body Snatchers

 Gute Horror Comics gibt es wie Sand am Meer. Überschaubarer wird deren Anzahl, wenn wir zusätzlich auf deutsche Publikationen schauen. Zu den herausragenden Titeln dieser Sparte gesellt sich mit dem vorliegenden Band Malcolm Max hinzu. Dem einen oder anderen Leser mag diese Figur bereits aus den Hörspielen bekannt sein.

Als Autor steht hinter beiden Medien Peter Mennigen. Als Zeichner für seine Comic Adaption hat er sich mit Ingo Römling ein herausragendes Talent ausgesucht, das wir von Zwerchfells Horror Klassiker und Zombie Apokalypse „Die Toten“ kennen und schätzen.

Die Handlung spielt in der Zeit des viktorianischen Londons, einer Ära voller Gegensätze und Wandel. Arm und Reich wohnen nur ein paar Straßenzüge voneinander entfernt, die Industrialisierung hält ihren Einzug. In diesem Schmelztigel ereignen sich rätselhafte Ritual Morde, die Malcolm Max und seine Gefährtin, Charisma, auf den Plan rufen.

 Der vorliegende Band bietet weit aus mehr als wir das üblicherweise von einem Comic erwarten dürfen. Die beiden Hauptcharaktere, Malcolm und Charisma, liefern sich herrliche Wortduelle, die sich natürlich am Plot orientieren und mit ihm verwoben sind, aber an anderer Stelle wiederum nur ihr Verhältnis untereinander reflektieren. Hinzu kommen einige Subplots und Nebencharaketere, die sich nach und nach in die eigentliche Handlung einfügen. Das verlangt von uns ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit beim Lesen, sonst wird man gnadenlos abgehangen und verliert den Überblick.

Der Plot selbst erinnert ein wenig an die berühmt berüchtigten „Jack the Ripper“ Morde sowie an eine Folge aus „Mit Schirm, Charme und Melone“ (Original Titel: The Avengers).

Der Mix aus Horror und Krimi funktioniert wegen seiner sorgfältig herausgearbeiteten Charaktere sowie dem Spiel mit der Spannung an sich. Das eine oder andere Versatzstück wie die knisterende Spannung zwischen den Hauptcharakteren oder einem ungläubigen und Malcolm intellektuell unterlegenen Kommissar mag uns bekannt vorkommen, aber das ist nicht weiter wichtig. Dafür ist der Plot zu originell erzählt. Hinzu kommen Ingo Römlings Zeichnungen. Mit wechselnden Panelanordnungen nimmt er uns mit ins viktorianische London und lässt es vor unserem Auge auferstehen. Dass dies gelingt, liegt auch an seiner Kolorierung, die sehr stimmig ist.

Der Band selbst kommt noch mit einem lesenswerten Making of sowie einem ansprechenden Skizzenteil daher. Bleibt nur noch das einzig Negative zu erwähnen. Band # 1 endet mit einem Cliffhanger und bis zur Fortsetzung dauert es noch ein Weilchen.

Ich denke, dass dies der Auftakt zu einer ganz besonderen Serie und ich weiß, dass dies der Beginn einer wundervollen Freundschaft zwischen mir und der Serie war.

2 Gedanken zu “Malcolm Max # 1: Body Snatchers

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