Amazing Spider-Man # 2: Rise of Electro

Juchu, neue Trailer von "The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro" sind da! Spider-Man ist und bleibt mein Lieblings Comic Held. Daher sind meine Ansprüche an eine Verfilmung eher etwas höher als bei den übrigen Verfilmungen und ich werde somit gerne kritischer.

Was bei Spider-Man mir immer mehr auffällt und noch mehr zu Tage tritt als bei den anderen Marvel Verfilmungen ist die Tatsache, dass aus einem Mix von Elementen aus dem 616 Universum, dem ultimativen Universum sowie eigenen für den Film entwickelten Teilen eine eigene Welt entsteht. Das muss man nicht an jeder Stelle zwangsläufig gutheißen. Dennoch komme ich auch bei kritischer Betrachtung nicht umhin, dass das Gesamtwerk in sich stimmig ist.

Der Plot selbst weist den einen oder anderen überraschenden Twist auf, so dass die rund 2 Std. 20 Minuten Film kurzweilig bleiben. Hierfür steht der permanente Wechsel zwischen Action Szenen und ruhigen Sequenzen, die oftmals den Plot tragen. Eben wegen dieser Twists werde ich mir Spoiler verkneifen.

Beeindruckend und rasant sind die Fahrten, in denen sich Spider-Man durch den Betondschungel New Yorks schwingt. Rein tricktechnisch hat man hier im Vergleich zu den bestimmt nicht schlechten  Standards der Tobey Maguire Verfilmungen noch einmal einen gewaltigen Schritt nach vorn getan. Überhaupt haben es die Macher des Films meisterhaft verstanden, die Atmosphäre und den Big Apple an sich als Kulisse zu nutzen und einzubauen. Damit hat man ein wichtiges Element der Comics erfolgreich aufgegriffen und umgesetzt. Vielleicht schmunzelt auch der eine oder andere Spider-Man Fan, wenn Peter und Emma auf der Brooklyn Bridge eine Liebesszene haben und damit auf der Brücke, auf der Gwen in den Comics ums Leben kam.

Skeptisch war ich auch, als ich erfuhr, dass mit Electro, Rhino und dem Green Goblin gleich 3 Schurken ihren Auftritt haben sollten. Doch hier hat man aus dem Fehler aus Spider-Man # 3 gelernt und die Schurken so eingebaut, dass deren Auftritte nicht gepresst wirken. Es findet vielmehr eine homöopathische Dosierung statt.

 Andrew Garfield überzeugt insbesondere als Spider-Man. Er hat diese Rolle so verinnerlicht, dass ich mir gut vorstellen kann, welche Mimik er in den einzelnen Szenen unter der Maske aufsetzt.

Den Peter Parker bringt er nicht ganz so glaubhaft rüber, weil er hierfür ein wenig zu sehr Mädchen- bzw. Frauenschwarm ist.

 Emma Stone macht eine unglaubliche Wandlung während des Films durch. Anfangs wirkt sie fast wie ein nervender Frendkörper, um sich dann im weiteren Verlauf immer mehr zu steigern.

Jamie Foxx bietet eine ebenso ungaubliche Leistung. Ich nehme ihm den verklemmten Max Dillon ebenso ab wie den wütenden Electro. Zum Glück haben sich hier die Filmemnacher für das Outfit aus dem ultimativen Universum entschieden. Das Kostüm des 616 Universums hätte im Film wahrscheinlich doch etwas lächerlich gewirkt.

Der einzige Spoiler, den ich bewusst setze, ist der Schluss des Films, der auf die Sinister Six hinweist. Natürlich dürfen wir uns auch über den schon traditionellen „Stan Lee Cameo“ Auftritt freuen und, wie es sich für Marvel Filme ziemt, schön brav nach dem Abspann sitzen bleiben. Da kommt noch was!

In 3D hätte ich diesen Film nicht zwingend gebraucht, aber diese Grundsatzdiskussion möchte ich an dieser Stelle nicht führen.

Wer dem Film, der durchaus ein geteiltes Echo hervorruft, immer noch skeptisch gegenübersteht, sei versichert, dass er für einen verregneten 1. Mai und eventuell verhageltes Grillen eine prima Alternative darstellt.

 

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