Galactus: Hunger

Vielleicht waren Stan „The Man“ Lee und Jack „The King“ Kirby auf dem Höhepunkt ihres Schaffens bei den Fantastic Four, als sie die Galactus Trilogie geschrieben bzw. gezeichnet haben. Unabhängig hiervon war und ist Galactus bis heute ein Charakter, von dem eine besondere Faszination ausgeht. Ausgestattet mit einer gottgleichen Macht treffen bei ihm die die üblichen Konventionen von Gut und Böse schlichtweg nicht zu. Er tut das, was er tut und ist wohl am besten mit einer Naturgewalt vergleichbar.

In den Nachwehen des Crossovers „Age of Ultron“ verschlägt es Galactus in das ultimative Universum. Auch dort verspürt er Hunger und auch dort gerät die Erde in seinen Fokus.

Kenner des ultimativen Universums werden sich erinnern, dass es bereits eine Galactus Version im ultimativen Universum gibt, nämlich Gah-Lac-Tus. Bei dieser Version handelt es sich eher um einen Schwarm bzw. eine tödliche Waffe.

Joshua Hale Fialkov löst dieses Problem in seiner vierteiligen Miniserie so elegant wie unspektakulär und beweist damit, dass einfache Erklärungen oft die besten sind.

Galactus konnte auch im klassischen 616 Universum nie oder nur schlecht auf einen Herold verzichten. Wir alle kennen den Silver Surfer als einen On/Off Herold. Der eine oder andere mag sich an Nova als Herold erinnern.

Im vorliegenden Band stellt Nova den Gegenspieler dar. Er will das Universum vor Galactus retten. Doch zunächst muss er selbst mit dieser Rolle klarkommen. Fialkov zeigt, wie sich Nova mit seiner Rolle voller Selbstzweifel auseinandersetzt und dass es neben seiner allmählich wachsenden inneren Überzeugung auch dem Zuspruch Dritter bedarf, um eben diese Rolle auch anzunehmen. Doch den letzten Kick erhält er durch das Vorbild eines anderen Helden. Diese Panels sind so eindrucksvoll erzählt und gezeichnet, dass ich sie an dieser Stelle keinesfalls vorwegnehmen möchte. Zeichnerisch ist dieser Band ein Genuss, weil Fialkov Kirk viel Platz gibt, um sich auszutoben. Allein die Panel, in denen Galactus ins ultimative Universum gelangt, sind zum Zunge schnalzen.

Generell stellt sich die Frage, ob Marvel weiterhin eine Durchlässigkeit zwischen den Universen plant. Die Voraussetzungen sind ja längst geschaffen.

Die fünfte Ausgabe, die den vorliegenden Band abrundet, bietet den Auftakt zu Cataclysm, dem nächsten Crossover im ultimativen Universum.

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