Spider-Man: Ein besonderer Augenblick

 Kennt Ihr das auch? Ihr habt einen Comic auf dem Stapel der unglesenen liegen und traut Euch nicht dran? Warum? Ganz einfach; Ihr habt verloren, wenn Ihr ihn lest. Entweder er gefällt Euch nicht, dann war es schade um die Zeit, oder er gefällt Euch doch, aber er passt nicht in euer Bild, das Ihr von einem Helden oder einem Charakter gewonnen habt.

So oder so ähnlich ging es mir von Anfang an mit „Ein neuer Tag“. Diese Storyline folgte „Nur noch ein Tag“, den ich für ein geniales Stück Comic halte..vom Schluss abgesehen..

Doch zur Vorgeschichte:

Tante May wurde von einem vom Kingpin beauftragten Killer angeschossen. Eigentlich galt die Kugel Peter. Ja, richtig gelesen. Sie galt Peter, denn nach den Enthüllungen im Zuge des Civil War weiß die ganze Welt, dass Peter Parker Spider-Man ist. Nunmehr sind also Peters Befürchtungen doch eingetreten. Sobald er seine Geheimidentität preisgibt, kann er seine Familie und Freunde nicht mehr schützen.

Da Peter keine andere Chance sieht, Tante Mays Leben zu retten, lässt er sich auf einen Deal mit Mephisto ein und opfert die Ehe mit MJ, um Tante Mays Leben zu retten. Es folgt dann „Ein Neuer Tag“.

Irgendwann hatte ich dann mal mitbekommen, dass Joe Quesada dies wieder rückgängig machen möchte. Doch dies war wohl nur Wunschdenken. Tatsächlich soll „Ein besonderer Augenblick“ und damit der vorliegende Band, mit dem die US-Comics Amazing Spider-Man # 638-641 veröffentlicht werden, die offenen Fragen, die sich aus der Story ergeben, beantworten und so eher die Realität um den Brandnew Day noch festigen.

Nun, Joe Quesada hat sich lange schwergetan mit dem Projekt und man merkt als Spider-Man Leser schnell, warum das so sein muss.

Man kann sehr gut MJs Wut und Enttäuschung (ja, auch als Mann) nachvollziehen. Nicht nachvollziehen kann ich allerdings, warum Peter, der seine Familie immer schützen würde, MJ überhaupt in Gefahr gebracht hat.

Obwohl Seiten aus dem berühmten Amazing Spider-Man Annual # 21 meisterhaft miteinbezogen werden, kann ich immer noch nicht verstehen, wieso die Hochzeit nie stattgefunden haben soll. Ich denke, hier hat sich Quesada in seiner eigenen Story verfangen.

Handwerklich ist gegen den Band nichts zu sagen. Quesada kann zeichnen, auch wenn ich mit dieser Erkenntnis Eulen nach Athen trage. Inhaltlich bleibt es jedoch „clumpsy“.

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