Happy!

 Was passiert, wenn 2 Comic Genies wie Grant Morrison (u.a. X-Men, Batman) und Darick Robertson (Transmetropolita´n, The Boys) frei von allen redaktionellen Vorgaben oder Kontinuitätsfesseln einen Comic entwickeln können?

Richtig, es entsteht eine Serie wie Happy!. Diese steht für sich. Sie verfügt über einige Crime Noir Elemente, die sowohl auf narrativer wie auch auf zeichnerischer Ebene eingesetzt werden. Hinzu kommt mit dem kleinen geflügelten Pferd ein Fantasy Element, dessen Herkunft und bewandnis elementar für den Plot ist.

Wie es sich für einen Crime Noir gehört, geht es stellenweise ordentlich zur Sache. Wer Darick Robertson aus The Boys und Transmetropolitan kennt, weiß auch, dass er solche Szenen sehr drastisch umsetzt. Stellenqweise habe ich mich gewundert, warum der band keiner Altersbeschränkung unterliegt. Doch genau in solchen Momenten greifen die fast schon kindlich naiven Fantasy Elemente, wobei der ernste Background erst gegen Ende erkennbar wird. Das Ende an sich mag vorhersehbar sein, aber dies ist für den Plot dieser Miniserie keineswegs wichtig. Dies ergibt sich allein aus der Systematik des Crime Noir. Viel wichtiger ist vielmehr, wie Morrison seinen Stil pflegt und so den Crime Noir für sich adaptiert. Der permanente Wechsel zwischen gradliniger und verschachtelter Erzählweise, über den Morrison typischerweise sein Erzähltempo steuert, ist wohl die Speerspitze hierfür.

Darick Robertson blickt mittlerweile auf eine Karriere von über 2 Jahrzehnten zurück.Auch wenn  der Hauptcharakter, Nick Sax, rein äußerlich ein wenig an Billy Butcher erinnert, versteht es Robertson wie kaum ein anderer seine Chraktere über die Körpersprache und ihre Mimik zu definieren.

Happy! ist eine Serie für jene Leser, die 100 Bullets, Stray Bullets oder auch Ed Brubaker’s Criminal mögen.

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