isoundwords Sonderkolumne: Die eine über den vorerst, aber hoffentlich, nicht letzten Zuckerfisch

Das war er also, der vorerst letzte Zuckerfisch. Ich denke, der Strip, den Naomi Fearn noch einmal gezaubert hat, schreit nach Fortsetzungen. Das Ende ist ja auch entsprechend offen gestaltet. Dennoch rückt Naomi mit „2 Geheimnissen“ raus. Lotte ist die einzige, die im Laufe der Erzählungen altert und Hase erfährt, dass er reine Fiktion ist.

Allein diese beiden „Enthüllungen“ zeigen, dass Naomi trotz des Ende des Zuckerfischs in der Stuttgarter Zeitung ihre leichte Ironie weder abgelegt noch verloren hat.

Ebenso sehen wir fast alle Charaktere, die in den letzten rund 13 Jahren eine Rolle gespielt haben.

Jetzt dürfte es niemanden verwundern, dass ich auf eine Fortsetzung an irgendeiner Stelle in irgendeiner Form hoffe. Ich gebe sogar gerne zu, dass ich einen fetten Kloß bei den letzten Panels im Hals hatte. Und ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Stuttgarter Zeitung hier einen Fehler gemacht hat. Ich bin kein Fantast. Die Medienlandschaft hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert. Die Zahlen für die Abonnenten und die damit zumindest mittelbar verbundenen Werbeeinnahmen sind stark rückläufig. Also muss irgendwo gespart werden. Die Kunst hierbei ist es, die richtige Stelle zu finden.

Doch lasst es mich versuchen, anders zu sagen. Nehmen wir mal ein fiktives Restaurant. Wir können gern davon ausgehen, dass es in Stuttgart liegt.

Das Restaurant muss sparen. Also verzichtet man auf die Deko. Dadurch fühlen sich einige Gäste nicht mehr so wohl. Sie kommen nicht mehr. Folglich muss das Restaurant weiter sparen. Es lässt künftig die Tischdecken weg, um die Reinigungskosten zu sparen. Weitere Gäste sind verärgert und kommen nicht mehr. Der Wirt sucht nach weiteren Sparansätzen und streicht die Speisekarte zusammen. Das gefällt nun auch dem Kern der Stammkunden nicht. Sie bleiben weg. Das Restaurant muss schließen.

Ich bin nun weit davon entfernt, eine solch düstere Zukunft der Stuttgarter Zeitung zu prophezeien oder gar zu wünschen, aber als Gedankenspiel halte ich es nicht für völlig abwegig.

Die Donnerstage werden für mich nicht mehr dieselben sein. Der neue Zuckerfisch war für mich nicht nur ein Lesevergnügen, sondern auch so etwas wie der Vorbote des Wochenendes. Doch nun ist es endgültig Zeit, den Blick nach vorn zu richten und Naomi Fearn alle Daumen und großen Zehen zu drücken, dass sie eine Möglichkeit findet, den Zuckerfisch fortzusetzen. Verbunden sind diese Wünsche mit einem fetten DANKE für die Lacher, Kicheranfälle, Schenkelklopfer und das Besinnliche in den letzten Jahren!

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