Marvel Exklusiv # 111

 Mit der US-Ausgabe Amazing Spider-Man # 700 endete eine Ära. Doc Ock gelang es, den Körper von Peter Parker zu übernehmen. Gleichzeitig überführte Autor, Dan Slott, so die Marvel Ikone Spider-Man in das Marvel NOW! Universum. Abgesehen davon, dass solch ein Zustand immer nur temporär sein wird, veröffentlicht Panini mit dem vorliegenden Band die 700.x Geschichten (also 700.1-700.ö5), die noch einmal Peter Parker im Gewand des Netzschwingers zeigen.

Die Stories sind natürlich sehr unterschiedlich. Als Gemeinsamkeit hinterlassen sie jedoch das untrügerische Gefühl, dass es nunmehr an der Zeit ist, dass Peter parker wieder derselbe ist. Dies ist keine Kritik am aktuellen  und sehr wohl geschätzten Slott Run, sondern richtet vielmehr den Blick auf das Vertraute.

Die Stories selbst könnten kaum unterschiedlicher sein und spiegeln das wider, wofür Spider-Man steht. Da sind natürlich die Schuldgefühle, Selbstzweifel und Ängste, aber auch neben Heldenmut, der unbändige Wille, niemals aufgeben zu wollen.

Der Zweiteiler „Frost“ setzt sich nicht nur mit einem Blizzard auseinander, sondern auch damit, dass auch ein Superheld im November mal schlecht drauf sein kann und unterstützung sowie Anerkennung benötigt, um sich ein Brett ins Kreuz zu nageln und wieder aufrecht zu gehen. Diese Story von David Morrell geht nicht nur unter die Haut, sondern ist herrlich menschlich und nachvollziehbar erzählt.

Wer kennt mittlerweile nicht die Night Nurse, die selbstlos Superhelden pflegt, die bei einem Kampf verletzt wurden. Joe Casey reflektiert dies nun auf die Schurkenseite und implementiert „Das Schwarze Haus“, in das Spider-Man unvermittelt gerät und nun zusehen muss, wie er dort wieder unbeschadet herauskommt. Der Plot kommt wunderbar mit Schurken aus der 2. oder 3. Reihe aus, die auch zwischen selbstzweifel und schwindendem Selbstwertgefühl stehen. Dies muss man betonen, weil die Story davon lebt, dass die Schurken und ihre Gefühlswelt eingehend reflektiert werden.

Der Fall der Black Cat ist eher zum Schmunzeln, obwohl der Hintergrund, die Wut eines Scheidungskindes, durchaus ernst ist. „Rette das Universum“ ist auf wunderbare amüsant, während „High (School) Noon“ dem geneigten Spidey Leser durchaus bekannt vorkommen könnte. Ich will damit sagen, dass wir solche Stories schon hatten. Richtig unter die Haut geht dagegen die letzte Story dieses Bandes, „Was würde Spidey tun“, die von einem Jungen handelt, der bei einem Banküberfall lebensgefährlich verletzt wird. interessant ist hier die Entwicklung Peters, der sich zunächst in Selbstzweifeln zu verlieren droht und von dem Jungen wieder aus diesem Tief geholt wird.

Insgesamt ist der Band absolut lesenswert und insbesondere für Spidey Fans ohnehin ein „Muss“.

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