Jonah Hex (Movie)

Jonah Hex Movie Poster Jonah Hex ist  eine ziemlich coole Western Serie über einen Kopfgeldjäger, dessen Origin lange mysteriös bleibt und der eigentlich durch und durch das ist, was man gemeinhin ein „Arschloch“ nennt. Genau dies ist die Verfilmung leider nicht.

Gleich zu Beginn wird die Origin von Jonah Hex (Josh Brolin) erzählt und auch geschildert, wie er zu seiner das Gesicht entstellenden Fratze kommt. Der Antagonist der Story, Quentin Turnbull (John Malkovich), trachtet nicht nur Jonah Hex nach dem Leben, sondern will auch den 100. Nationalfeiertag mit einer Art Wunderwaffe im wahrsten Sibnne des Wortes pulverisieren.

Dass der Film verrissen wurde, ist auch mir nicht entgangen und wohl ein Grund dafür, warum er mehrere Jahre in meinem DVD Regal eingeschweißt schlummerte. Ich muss sagen, dass mich der Film stellenweise verwirrt hat und mich noch verwirrter zurückließ als ich ohnehin per se bin. Die Handlung wirkt teilweise sprunghaft und zerrissen. Ich gehe davon aus, dass da einiges in der Nachproduktion verbrochen wurde, was ich aus der kurzen Laufzeit von rund 80 Minuten schließe. Zu der Zerrissenheit des Plots fügen sich auch die Ritte kreuz und quer durch Amerika sowie der verzicht auf Western typische Landschaften. da wirkten selbst die im ehemaligen Jugoslawien gedrehten Karl May Verfilmungen authentischer. Dass Hex schließlich mit seinem eigentlich privat motivierten Rachefeldzug den Fortbestand der USA sichert, ist schon sarkastisch, auch wenn er hierzu von der Regierung beauftragt wurde. Ich weiß aber nicht, ob die Drehbuchautoren so weit gedacht haben.

Josh Brolin as Jonah Hex Josh Brolin liefert eine solide Leistung ab. Seine lakonischen Dialoge leistet er mit einer gewissen Gelassenheit und Routine.

 John Malkovich als charismatischer Gegenspieler stellt ihn in den Schatten, weil sein Charakter einfach mehr hergibt. Allerdings bleibt selbst ein John Malkovich hinter seiner gewohnten Form zurück.

Jonah Hex (2010) - upcoming-movies Wallpaper Michael Fassbender spielt seine rechte Hand. Er zeigt einmal mehr, dass er nicht schlecht kann, egal, wie krude oder schwach der Film ist. Er ist sichtlich beeinflusst von Malcolm McDowells Darstellung von Alexander de Large in Clockwork Orange und wirkt dann doch auch wie ein Fremdkörper.

 Megan Fox versteht es nicht, ihre kurzen Sequenzen zu nutzen und den Funken zum Puzblikum überspringen zu lassen. Sie wirkt viel eher wie ein Modell, das die aktuelle oder besser die Wild West Kollektion von Victoria Secret zur Schau trägt.

Der Plot ist allein schon hanebüchend, weil er sich zu vieler Elemente bedient. Zweifellos ist die Grundausrichtuig ein Western. Der „Nationenkiller“, eine Art übermächtige Kanone, hat Sci-Fi bzw. Steam Punk Elemente. Doch wie funktioniert diese? Wir bekommen sie zwar demonstriert, aber ihre Funktionsweise bleibt ein Mysterium.

Jonah Hex spricht mit den Toten, was eindeutig ein Fantasy Element ist. All diese Versatzstücke überfrachten den an sich sonst sehr spärlichen und sprunghaften Plot. Leider ist Jonah Hex nicht einmal einer dieser kleinen schmutzigen Filme, die sich eine kleine verschworene  Fan Gemeinde sucht und schafft. Im Gegenteil, die Narbe, die dieser Film reflektierend auf dem Comic hinterlässt, ist so groß, dass die an sich wirklich gute Comic Serie nicht auf dem deutschen Markt etabliert werden konnte. Damit ist diese Narbe sogar noch größer als die von Jonah Hex.

Vielleicht habe ich mich aber auch getäuscht und mir einen Trailer für einen noch nicht fertigen Film angeschaut. Erklären würde das viel. Allein mir fehlt der Glaube.

 

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