Dead Boy Detectives # 1

 Die Dead Boy Detectives sind Charles Rowland und Edwin Paine. Bei dem einen oder anderen Sandman Leser mag es da im Hinterkopf klingeln. Neil Gaiman hat die Charaktere erstmals in Sandman # 25 im Plot „Zeit des Nebels“ agieren lassen und damit weit vor Harry Potter. Ich habe sie immer als Anspielung auf typische englische Schuljungen empfunden. Beide Jungen wurden in einem englischen Internat ermordet und konnten Death, die sie nicht unbedingt mit höchster Motivation gejagt hat, gerade so entgehen, so dass sie nun als Geister in Fällen mit übernatürlichem Ansatz und Hintergrund ermitteln.

Die erste Story des vorliegenden Bandes steht für sich. Die Suche nach einer Katze ist eher als Fingerübung für den Autor Toby Litt sowie den Zeichner Mark „Fables“ Buckingham zu betrachten und auch so einzuordnen. Was von dieser Story aber bleibt und sich zu einer Art roter Faden entwickelt, ist die Tatsache, dass Litt Katzen als geheimnisvolle Wesen und Wanderer zwischen den Welten versteht und uns so näherbringt.

So richtig in Schwung kommen Handlung und Serie mit dem Dreiteiler „Die Ängste von Schuljungen“. Hierin setzen sich die Dead Boy Detectives mit den Geheimnissen ihres internats auseinander und lernen so Crystal kennen. Dass sie dann zwangsläufig das Internat verlassen, eröffnet Litt natürlich neue Handlungsoptionen mit gleich 2 Dimensionen. Crystal, die im Laufe der Handlung so etwas wie das dritte Mitglied der Dead Boy Detectives ist(obwohl sie ein Mädchen ist) dient Litt als Verbindung zu der realen Welt und dem Zwischenreich, aus dem die beiden verblichenen Detektive ermitteln. Gleichzeitig steht Crystal auch für die Gegenwart. So weiß sie zum Beispiel im Gegensatz zu den 1916 bzw. 1990 verstorbenen Jungen, wie man einen PC bedient.

Darüber hinaus werden die Detektive nun an verschiedenen Orten tätig und sind nicht auf einen „closed room“ beschränkt. Diese Option zieht Litt dann auch gleich mit dem anschließenden  und skurrilen Zweiteiler „Das Haus auf halbem Wege“. Hier nutzt Litt genau das Potential, das er sich mit dem Schluss des Dreiteilers  „Die Ängste von Schuljungen“geschaffen hat.

Die Dead Boy Detectives sind ein Spin Off zu Sandman. Einen Hauch der Atmosphäre finden wir in den Geschichten wieder. Hierzu trägt auch mark buckingham bei, dem diese Atmosphäre als Zeichner des Sandman Spin offs „Death“ per se mit der materie vertraut ist. Ich hoffe, diese Serie bleibt uns einige Zeit erhalten. Zu Halloween kommt dieser Band ohnehin rechtzeitig und doppelt gut.

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