held

 Einst rief die große Königin Felix vor seiner Geburt zu sich, um ihm zu sagen, was er in seinem Leben bewirken soll. Doch durch den Schock der Geburt vergaß der kleine Felix seinen Auftrag.

Allein beim Lesen dieser Anfangssequenz habe ich mich vor Lachen ausgeschüttet.

Flix erzählt von Felix, der nun sein Leben allein meistern soll und muss. Schließlich erinnert er sich ja nicht mehr an seinen Auftrag. Flix erzählt sein Leben von der Wiege bis zur Bahre. Damit reflektiert er nicht nur seine Vergangenheit und Gegenwart, sondern riskiert sogar einen Blick in die Zukunft.

Flix lässt dabei nichts aus. Er schildert die Höhen und Tiefen, die ein Leben nun mal mit sich bringt und greift dabei auf die komplette Emotionspalette zu. Dabei behält er jedoch immer eine wohltuende, meist ironische Distanz, bei. Auf diese Weise holt er nicht nur den Leser ab und nimmt ihn mit auf eine Reise durch Felix‘ Leben, sondern bringt seine Leser dazu zu entschleunigen und selbst über die eine oder andere Begebenheit im Leben nachzudenken. Flix wird dabei nie reißerisch und wird auch wie viele andere Autobiographen keinen Haltungsschaden vom „selbst auf die Schulter klopfen“ davontragen. Dennoch ist und bleibt sein Erzählstil aufgrund der Emotionalität und der Persönlichkeit, die Flix in seine Erzählung investiert, ungemein intensiv.

Flix hat sich mit Held in die erste Riege der deutschen Comicautoren und -zeichner katapultiert und es ist verflixt schwer, ihn da wegzudenken.

 

 

3 Gedanken zu “held

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