isoundwords # 18: Die eine über Weihnachtsgeschenketipps zu Weihnachten 2014

Als ich diese Kolumne schreibe, hat Putin dreist vor laufender Kamera zugegeben, dass Russland die Krim annektiert hat. Leider scheint ihm niemand entscheidend, die Stirn bieten zu können und ich hoffe, dass seine angeblichen „Neu-Russland“ Phantasien nur Hirngespinste der Presse sind.

Doch nun zum eigentlichen Thema:

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst 1, dann 2, dann 3, dann 4 und schon steht die Panik vor der Tür angesichts der noch zu kaufenden Geschenke. Sollte jemand darüber nachdenken, einen Comic zu verschenken, versuche ich hier Tipps und Anregungen für den schmalen und fetten Geldbeutel zu geben. Voranschicken möchte ich, dass ich mich natürlich auf eine Auswahl beschränken muss, die ich mittels Brainstorming und ein wenig Recherche zusammengestellt habe. Sollte jemand einen Titel vermissen, ist er herzlich eingeladen, diese Kolumne zu kommentieren.

Solange ich im Rahmen dieser Kolumne Geschenketipps zu Weihnachten geben werde, werde ich immer wieder auf 2 Klassiker hinweisen, die sich in jeder gut sortierten Comicsammlung wieder finden müssten.

Und schon sind wir bei Watchmen. Alan Moore hat mit diesem Werk etwas Außergewöhnliches erschaffen. Nach Lektüre des Comics weiß man als Leser, wie Superheldencomics funktionieren. Es ist einfach nur erstaunlich, wie viele Erzählebenen Moore eingebaut hat. Der Comic hat nur 2 Nachteile. Will man ihm einem Comicsammler schenken, wird er ihn höchstwahrscheinlich schon haben. Das zweite Manko besteht darin, dass er für jemanden, der sich bis dahin noch nicht mit Superheldencomics beschäftigt hat, überfordert sein wird. Die Watchmen sind bei Panini erschienen und der 12 teilige Sammelband kostet 29,90 €.

Der zweite Klassiker ist noch gar nicht so alt. In Ewiger Himmel schildert David Boller autobiografisch seine Zeit in den USA, wo er die Kubert School besuchte, Fuß im harten amerikanischen Comicbusiness fand, seine spätere Frau kennenlernte und schließlich in die Schweiz zurückkehrte, als er merkte, dass er lieber seine Projekte realisieren möchte. Hierzu zählt Ewiger Himmel. Der limitierte Hardcoverband, der mit einem wunderschönen Druck versehen ist, gilt als vergriffen. Den bei Virtual Graphics erschienenen Softcoverband gibt es für 22 €, das Hardcover kostet 39,95 €.

Bleiben wir bei Autobiografien. Da kommt mir glatt Flix in den Sinn. Seine Trilogie bestehend aus held, sag was und mädchen wurde im Sammelband held-Trilogie zusammengefasst. Das für mich Erstaunliche ist die Intensität seiner Erzählung, die mich völlig überrascht zurückgelassen hat. Hätte ich nicht schon die ersten beiden Bände hätte ich mir auch den Sammelband zugelegt. Den abschließenden Teil mädchen werde ich mir in Kürze zulegen, lesen und dann hier auf dem Blog auch rezensieren. Der Band ist bei Carlsen erschienen und kostet 15,90 €.

Wer auf Science Fiction steht, ist derzeit bei Cross Cult gut aufgehoben. Mit Saga hat der zurecht zuhauf prämierter Brian Vaughan eine unglaublich spannende und lesenswerte Serie entwickelt. Den meisten Comiclesern dürfte Vaughan bei Runaways (Marvel) und Y the last man (Panini/Vertigo) begegnet sein. Es sind bisher 3 Bände erschienen. Der Einzelband kostet 22 €. Der Preis ist aber durchaus gerechtfertigt. Geleichzeitig möchte ich einem allzu schnellen Urteil begegnen, dass es sich bei Saga um Romeo und Julia im Weltall handelt. Das stimmt nicht, denn zumindest bis jetzt fehlt der Faktor Todessehnsucht, was ein wesentlicher Bestandteil des Shakespeare Klassikers ist.

Den Fantasie Fans empfehle ich gerne etwas aus heimischen Gefilden. Im Splitter Verlag erscheint Malcolm Max. Mennigen und Römling haben wir auf der Basis der gleichnamigen Hörspielserie eine Serie geschaffen, die das Zeug zum Kult hat. Bisher sind 2 Bände erschienen, die inhaltlich einen Plot bilden. 1 Band kostet 15,80 €.

Remember, remember the 5th of November..

Dies ist der Leitsatz eines weiteren Klassikers aus der Feder von Alan Moore und erzählt von V, der sich gegen ein totalitäres System auflehnt. V wie Vendetta gibt es für 19,99 €.

 

Unabänderbar ist die Tatsache, dass wir das Jahr 2014 schreiben und sich damit der 1. Weltkrieg zum 100. Mal jährt. Hier möchte ich 2 Werke ansprechen, die sich unterschiedlich und dennoch kritisch mit der Historie auseinandersetzen.

Die letzten Tage der Menschheit berichtet von der Front hinter der Front. Im Wien des 1. Weltkriegs erzählen Pietsch und Boller, wie die Daheimgebliebenen mit dem Krieg umgegangen sind. Die Verblendung, die dabei geschildert wird, hat schon tragische Züge und zwar so tragisch, dass der Comic, der auf den Schilderungen von Kraus basiert, wie eine klassische Tragödie in 5 Akten erzählt wird. Der Band ist im Holzhof Verlag erschienen und kostet 20 €.

Von Tardi stammen die beiden Bände 1914-16 und 1917-1919 und sind im Avant Verlag erschienen. Aus Sicht eines französischen Soldaten werden die Ereignisse des 1. Weltkriegs ironisch bis sarkastisch erzählt. Die beiden Bände kosten je 24,99 €. Preiswerter ist der Sammelband zu 34,00 €.

Ich bin Hesse und stolz druff. Daher empfehle ich auch Es kimmt wie’s kimmt. Er stammt von Ralph Ruthe, der bei der „Übersetzung“ von Bodo Bach unterstützt wurde. Der Band ist bei Carlsen erschienen und kostet 9,99 €.

Unbedingt empfehlen möchte ich auch Band 5 aus der Serie Blacksad. Obwohl hier ein Genrewechsel vom Crimè Noir zum Road Comic stattfindet, was im Grunde ja schon dem Cover zu entnehmen ist, bleiben Story und die als Tiere verfremdeten und gleichzeitig so nähergebrachten Charaktere unterhaltsam. Der Band kostet 16 €.

Joscha Sauer - Nichtlustig 6 (Cover © Carlsen Verlag) Carlsen hat gerade einen Lauf. Also gelangen wir zum zweiten Male in den Cartoon Sektor. Joscha Sauer hat Nichtlustig # 6 herausgebracht. Mit dem Tintenfisch führt er traditionsgemäß einen neuen Charakter ein. Leider habe ich es bisher nur geschafft, den Band kursorisch zu lesen, wobei „blättern“ dem Ganzen näher kommt. Ich werde das in Kürze nachholen und den Band auch hier rezensieren. Ich hatte aber das Gefühl, dass Joscha gut dran getan hat, sich etwas mehr Zeit zu lassen, so dass er wieder seine alte Form erreicht haben könnte. Demnächst hierzu mehr.. Band # 6 kostet 12 €.

MADS GROSSE MEISTER: DON MARTIN 3 Die letzte Empfehlung aus dem Bereich Cartoon stammt von Panini. Es handelt sich um das Gesamtwerk von Don Martin. Hierzu ist bei Panini der abschließende Band # 3 erschienen. Ich gebe gern zu, dass 49,90 € ein Brett sind. Hierfür gibt es aber 340 Seiten im Überformat auf feinem Papier.

TRANSMETROPOLITAN 1: SCHÖNE NEUE WELT Spider Jerusalem ist wohl das, was man einen grandiosen und zynischen Schweinehund bezeichnet.  Die Serie, die von ihm handelt, heißt Transmetropolitan. Spider Jerusalem ist ein Journalist, der in einem und über ein dubioses Staatssystem berichtet. Warren Ellis ist zweifellos ein Meister des Zynischen, was er mit dieser Serie eindrucksvoll unter Beweis stellt. Die Serie wird sich über 5 Bände je 29,95 € erstrecken.

 Hertzko Haft war ein jüdischer Boxer, der sich zur Unterhaltung von SS-Offizieren durch Arbeits- und Vernichtungslager boxen musste. Sein Lebens- und Leidensweg war klar. Er musste gewinnen, um zu überleben. Nach Castro legt Reinhard Kleister mit Der Boxer eine weitere beeindruckende Biografie zum Preis von 16,90 € vor.

Bleiben wir beim anspruchsvollen Comic. Von Sarah Glidden stammt Israel verstehen in 60 Tagen oder weniger. Der Comic handelt von Sarahs Birthright Tour quer durch Israel, das ihr Weltbild völlig infrage stellt und nahezu erschüttert. Die Erzählung ist ungemein detailliert und ungeschminkt ehrlich. Den Band gibt es zum Preis von 24,95 €.

Wer Twin Peaks mag oder auch allgemein Werke von David Lynch ist bei Sin Titulo gut aufgehoben. Cameron Stewart erzählt von Alex Mackay, der nach dem Tod seines Großvaters ein rätselhaftes Foto entdeckt, dessen Ursprung er erkunden will. Der Mystery Thriller wurde völlig zurecht mit einem Eisner Award ausgezeichnet. Der Band kostet 24,99 €.

Mit Umpah-Pah muss ich eine Erinnerung aus der Kindheit loswerden. Diese Serie erschien damals im Zack Magazin. Die Ehapa Comic Collection hat einen schönen Sammelband von René Goscinny und Albert Uderzo mit allen 5 Abenteuern der „Rothaut“ veröffentlicht. Der Band kostet 25 €.

Abschließen möchte ich meine Weihnachtstipps mit Das Leben ist kein Ponyhof von Sarah Burrini. Band # 1 erschien zunächst im Zwerchfell Verlag und war vergriffen. Die Veröffentlichung erfolgt nun bei Panini unter der redaktionellen Betreuung der Zwerchfells. Die skurrilste WG des Comics kostet 12,99 €.

Ich denke, dass ich einen ordentlichen Querschnitt geboten habe. Mit Sicherheit gibt es weiteres Lesenswertes. Hierzu dürft ihr gern kommentieren.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich zurzeit beruflich ziemlich eingespannt bin. Ich stecke in einem Projekt, das mir viel Zeit abgräbt. Dieses Projekt wurde letzte Woche um 3 Monate bis zum 30.09.2015 verlängert. Termintreue ist mir wichtig, aber ich kann leider nicht garantieren, dass ich jeden Kolumnen Termin einhalten kann. Dass ich dieses Mal pünktlich bin, ist eher Glück.

 

Einen expliziten Lesetipp gibt es diesmal nicht, da die komplette Kolumne im Grunde ein Lesetipp ist.

 

Die nächste isoundwords erscheint am 26.12.2014 und wird den Titel tragen: Die eine über den Jahresrückblick 2014 und Ausblick auf das Jahr 2015. 

Bis dahin: Lest mehr Comics. 

Als Musik gibt’s was Weihnachtliches und der, den ich damit besonders grüße, wird es schon merken (oder auch nicht, falls er die Kolumne eben nicht liest).

Das war für heute isoundwords.

 

6 Gedanken zu “isoundwords # 18: Die eine über Weihnachtsgeschenketipps zu Weihnachten 2014

  1. Eine Empfehlungsliste ist und bleibt ja immer subjektiv. Diese hier ist äußerst umfang- und abwechslungsreich.

    Ergänzen möchte ich persönlich zum einen um den Titel „The Star Wars – Die Urfassung“, ein edler Hardcover-Band, der auf einen ersten Entwurf von George Lucas basiert. Ist erschienen bei Panini und kostet 24,99 Euro.

    Des Weiteren verdient „Gung Ho“ Beachtung. Der bei Cross Cult erschiene erste Band vom deutschen Autoren- und Zeichner-Gespann Benjamin von Eckartsberg und Thomas von Kummant bebildert eine düsteres Zukunftsszenario im Stil einer Endzeit-Geschichte. Der reguläre Band kostet 22 Euro, es existiert zudem eine Vorzugsausgabe mit einer Landkarte für 35 Euro.

    Objektiv muss ich jedoch ergänzend feststellen, dass „Malcom Max“ nicht vom irischen Autoren Peter Milligan geschrieben wurde, sondern vom deutschen Autoren Peter Mennigen.

    Ebenfalls ergänzend sei erwähnt, dass die „held-Trilogie“ 15,90 Euro kostet. Der Preis wurde im Beitrag vergessen.

    • Zunächst einmal vielen Dank für den erneuten Kommentar. The Star Wars ist in der Tat eine gute Ergänzung. Der Titel stand auch auf einem ersten Brainstorm Zettel von mir, den ich prompt nicht zur Hand hatte, als ich Zeit fand, diese Kolumne zu schreiben.
      Bei Gung Ho gehen unsere Ansichten wohl etwas auseinander, was aber den Beitrag nur umso interessanter macht. Das Artwork ist überragend und ist gleichzeitig das Paradebeispiel, in dem ein Artwork nicht über die schwache Handlung, die in ihren Ansätzen stecken bleibt, hinwegtäuschen kann. Sämtliche Charaktere sind eindimensional gestrickt und sind daher je nach Ausprägung entweder langweilig oder schlichtweg unsympathisch. Dies betrifft insbesondere die beiden Helden, die als Anti Helden konzipiert sind, denen aber eindeutig der Identifikationsfaktor mit und für den Leser abgeht. Das ist jetzt nur ein Beispiel, das mir Ansatz für Kritik liefert. Schade, denn so etwas nennt man eine vertane Chance.
      Bei Malcolm Max hast Du mich völlig zu recht verbessert, was auch mittlerweile in die Kolumne eingeflossen ist. Auch den Preis bei der held Trilogie habe ich ebenso ergänzt, wie ich es nun auch endlich geschafft habe, die Kolumne optisch aufzumotzen und mit Preisinformationen durchweg zu versehen.

      • Gerade, weil das Artwork – auch Ihrer eigenen Meinung nach „überragend“ ist, halte ich den Band für beachtenswert (im Übrigen nicht mehr und nicht weniger) – und im im Moment vorrangig deswegen. Es macht mir immer wieder Spaß, durch den Band zu blättern und das Artwork zu genießen. Sicher, die Ausgestaltung der Figuren nach klischeehaften Vorbildern, mag zunächst abschrecken, da es davon eigentlich zu viel gibt. Dass auch mir eine gewisse Identifikation zu Ihnen fehlt, rechne ich dem Umstand zu, dass die Charaktere eben auch eine andere Generation darstellen sollen und viele Dinge anders angehen, als ich das heute vielleicht tun würde. Dass sie zunächst als unsympatische Antihelden konzipiert sind, mag sein, aber darf sich der Autor denn keine Grundlage zurecht legen, auf die er aufbauen kann? Von einer „vertanen Chance“ zu sprechen, halte ich deswegen für zu früh. Würde ich mit einer solchen Maßgabe an die Sache gehen, hätte ich einige Serien bereits nach Ausgabe 1 unter „vertaner Chance“ verbuchen müssen, aber auch da wurde und werde ich immer wieder positiv überrascht. Ich versuche immer öfter zu hinterfragen, woher solche klischeehaften Charakter-Konstruktionen kommen können. Im ersten Band von Gung Ho könnte der Grund darin liegen, dass man zunächst das Gewicht auf die Erklärung des Status Quo gesetzt hat. Jetzt, wo klar ist, in welchem Setting die Story spielt und eine gewisse Ausgangsposition geschaffen ist, bleibt die Hoffnung, dass es in einem der unmittelbaren Folgebände eine Weiterentwicklung der Charaktere geben kann. Ist das nicht der Fall, kann sicherlich von einer vertanen Chance gesprochen werden, ja. Zudem würden mich tatsächlich die anderen Kritikpunkte interessieren, denn die Charakter-Konstruktion war ja nur ein Beispiel …

      • Natürlich kann man das auch so sehen. Solch eine Geschenktippliste wird auch immer subjektiv geprägt sein. „Meine Tasse Tee“ war Gung Ho halt nicht und wird es auch nicht werden. Folglich kann ich dann einen solchen Titel nicht empfehlen, aber bin deswegen umso dankbarer für die Ergänzung.
        Der Plot an sich war vorhersehbar, so dass mich der Band dann irgendwann auch trotz des Artworks gelangweilt hat. Ich würde die beiden Hauptcharaktere, die bis zum Abschlussband zunehmend ihre Verantwortung erkennen und die Welt retten werden (mein Tipp) noch nicht einmal als Antihelden bezeichnen, denn das Grundprinzip eines Antihelden besteht darin, dass er auch Charakterzüge an sich hat, mit denen man sich identifizieren oder die man als Leser wenigstens nachvollziehen kann. Das habe ich hier vermisst. Ich finde Deine These gar nicht so uninteressant, dass dies ein „Generationsproblem“ ist. Müsste ich mir unter dem Aspekt glatt nochmal durchlesen. Allerdings fehlen mir dazu im Moment Zeit und Motivation. Das komplette Setting hat mich auch gestört. Wenn denn der Band von einem deutschen Kreativ Duo gestaltet wird, dann lasse ich doch auch den Plot hier stattfinden. Das ist jetzt kein „nationalistisches Ding“, sondern eher der Tatsache geschuldet, dass Zwerchfells „Die Toten“ auch deswegen reizvoll ist, weil es eben in diesem unserem Land spielt. Vielleicht liege ich hier sogar falsch, allerdings verstehe ich dann die Bezeichnung „Fort Apache“ nicht.
        Ich habe das auch so gesehen, dass Band # 1 der Serie wohl eine Art Basisbildung darstellt. Nur egal, wie ich auch meine Basis stricke, sollte ich immer die Leser mitnehmen. Versteh mich bitte nicht falsch, ich gönne der Serie jeden Leser und jedes verkaufte Album. Nur muss ich ja zwangsläufig nicht dabei sein.

  2. Zum Thema „Setting“ möchte ich einhaken. Es wird ja nicht erklärt, wo das Ganze spielt. Da wir hier in Deutschland aber immer wieder einer gewissen Amerikanisierung ausgesetzt sind, was sich beispielsweise durch den vermehrten alltäglichen Gebrauch von Anglizismen bemerkbar macht, sehe ich keinerlei logische Beschränkung, dass die Geschichte nicht doch in Deutschland spielen könnte. Immerhin sind die Ereignisse in die Zukunft versetzt … Wer sagt, dass wir dort nicht noch amerikanischer handeln und denken?

    • Die Zunahme von Anglizismen ist natürlich unbestritten und daher kann es auch die Intention der Macher gewesen sein, so eine Verortung bewusst zu verschleiern oder eben auf diese Veränderungen in unserer Sprache hinzuweisen. Hinzu kommt natürlich auch, dass solche Begrifflichkeiten mehr den militärischen Charakter dieser Gesellschaft vermitteln sollen. Gefallen muss ich daran aber nicht zwangsläufig finden. Als ich das Lager und die Umgebung sah, war meine erste Assoziation der Schwarzwald (sachlich begründen kann ich das nicht, es war nur so eine Idee, die plötzlich aufpoppte). Daher hätte mir „Lager Schwarzwald“ oder wegen mir auch „Bayrischer Wald“ einfach besser gefallen. Ob es denn dann auch den Comic besser gemacht hätte, mag dahingestellt bleiben.

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