X-Men Sonderband # 3

X-MEN SONDERBAND 3 Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben X-Men # 13-17. Gleichzeitig schließt Brian Wood, der Marvel aber erhalten bleibt, seinen Run bei den X-Men ab.

Wie oft haben wir schon das Problem gehabt, dass Autoren ihren Run bei einer Serie auf hohem Niveau begonnen haben, aber dass ihnen dann doch zum Ende ihres Runs die Luft ausgegangen ist. Brian Wood beweist eindrucksvoll, dass es auch anders geht. Geschickt verwebt er in seiner Story „Blutlinie“, die im vorliegenden Band komplett veröffentlicht wird mit mehreren Aspekten des Superheldengenres. Da ist zunächst das Problem Team-Building, das zugegeben kein reines Problem des Superheldengenres ist. Rachel hat Probleme mit dem Führungsstil von Storm. Erst allmählich und für den Leser aufgrund der Gefahr von Außen auch nachvollziehbar willigt Rachel ein und erkennt Storm als Anführerin an.  Es ist fast schon überflüssig zu erwähnen, dass dies der erste Schritt ist, um gegen Future zu bestehen. Mit Future, der als Gegner der X-Men von Wood wunderbar konzipiert wurde, folgen wir einem zweiten wesentlichen Baustein des Marvel NOW! Universums. Dies sind und bleiben die auch bei anderen Rezensionen erwähnten Zeitreisen. So haben wir hier nicht nur Future als Gegner aus der Zukunft, sondern auch seinen Sohn, Shogo, sowie natürlich Kymera, Storms Tochter. Kymera weiß natürlich als Tochter Storms, die aus der Zukunft ins aktuelle Geschehen gereist ist, eine Menge mehr als ihre Mutter. und vielleicht ist auch so, eine ihrer Handlungen zu erklären, als sie völlig überraschend jemanden tötet. Was an diesem Charakter eigentlich fasziniert, ist, wie sie dieses Wissen zurückhält und gleichzeitig schwer daran trägt, über dieses Wissen zu verfügen. Dies führt mich dazu, dass Wood beeindruckend jedem Charakter ausreichend Platz einnimmt, so dass seine Handlungen und auch seine jeweilige Gefühlslage für uns Leser leicht nachvollziehbar ist. Dennoch bleibt Raum für überraschende Twists. Ganz verstanden habe ich allerdings nicht, wie schnell sich Psylocke von ihren schweren Verletzungen erholen konnte. Doch das tut dem durchweg positiven Eindruck dieses Bandes nicht den geringsten Abbruch.

Dankbar bin ich Wood auch, dass er das Team-Building der X-Men nicht mit „Stutenbissigkeit“ verbindet.

 

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