Der Dunkle Turm # 3: Verrat

Stephen King: Der Dunkle Turm Bd. 3: Verrat Die Rückkehr nach Gilead ist geprägt von der Jagd auf Farsons Männer. Dies führt zu einer überraschenden Wendung.

In Gilead steht Roland nach wie vor in psychischer Abhängigkeit zur Pampelmuse. Er ist von ihr förmlich besessen.

Die Stimmung zu Beginn von Band # 2 ist düster sowie von Neid und Missgunst geprägt. Der Krieg hat längst begonnen, aber die Revolvermänner sind noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um die Gegenseite effektiv bekämpfen zu können. Dies beginnt allein schon damit, dass der Nachwuchs neidisch ist, weil Roland und seine Freunde so früh und ohne weitere Prüfung zu Revolvermännern ernannt werden. Diese negativen Stimmungen und Schwingungen unter den Revolvermännern bereiten den Boden für den Verrat, der innerhalb der Gruppierung herrscht.

Roland ist so abhängig von der Pampelmuse, dass er vor sich selbst rechtfertigt, sie nicht herauszugeben.

Argwöhnisch beobachten die Nachwuchs Revolvermänner Aileen, die Nichte des Ausbilders. Sie dringt in eine Männerdomäne ein und beeindruckt mit ihren Schießkünsten.

Dieser Subplot um Aileen ist noch völlig offen. Ebenso darf man als Leser gespannt sein, ob Roland und Aileen ein Paar werden. Der Weg ist ihnen eigentlich vorbestimmt, aber Roland trauert noch seiner toten Freundin nach.

Darüber hinaus muss er noch verwinden, dass seine Mutter seinen Vater und damit auch Gilead verraten hat.

Geschickt haben die Autoren sorgfältig den Handlungsbogen um die Bewohner Gileads aufgebaut, die durchweg so mit sich selbst beschäftigt sind, dass sie die eigentlich deutlichen Anzeichen für einen Verrat übersehen oder gar ignoriert haben. Hierzu zählt auch Roland, der sich nach wie vor intensiv mit der Pampelmuse beschäftigt.

Gerade die Vielschichtigkeit um den Verrat rechtfertigt nicht nur den Titel, sondern ist auch das Leitthema des vorliegenden Bandes. Roland beichtet schließlich seinen Verrat, weil er die Pampelmuse bei sich verborgen hatte. Das Timing hierfür ist perfekt, da zu diesem Zeitpunkt Rolands Story mit der und um die Pampelmuse erzählt und ausgereizt war. Dies setzt auch sogleich neue Entwicklungen in Gang.

Mit den beiden Schlusskapiteln steigern die Autoren das Erzähltempo deutlich. Dies liegt auch daran, dass mehr und mehr Intrigen aufgedeckt werden. Gerade hiermit erzeugen die Autoren eine ungemein dichte Atmosphäre, die den Leser mitnimmt.

Gleichzeitig werden zwei Verräter aus dem nahen Umfeld Rolands und seines Vaters entlarvt.

Der Cliffhanger ist intelligent gesetzt und perfekt getimt.

Wie bereits auch aus den ersten beiden Teilen bekannt, sind die Textanhänge für das tiefere Verständnis der Handlung wichtig.

Unbedingt erwähnt werden sollte, dass die Handlung des vorliegenden Bandes in den Romanen im vierten Band als Flashback erzählt. Für die Comic-Adaption bietet sich eine chronologische Erzählwiese an und ist sinnvoll. Insgesamt besteht diese Adaption nunmehr aus insgesamt 11 Bänden.

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