Elektra (The Movie)

Elektra poster

Voranstellen möchte ich, dass ich eigentlich Jennifer Garner Fan bin. Ihre Serie Alias  habe ich verfolgt und mir erst kürzlich nochmal angesehen. Ich bin aber auch Elektra Fan, weil sie meiner Meinung nach zu den besten weiblichen Charakteren Marvels gehört. Jennifer Garner ist nicht wirklich eine Elektra.

Elektras historisches Schicksal basiert auf der Troja Saga und den Wirrungen, die nach Kriegsende um Troja folgen. Elektra ist also Griechin. Dies ist Jennifer Garner nicht, auch wenn sie nichts dafür kann. Dem Vernehmen nach hat sie die Rolle der Elektra in Daredevil nur bekommen, weil sie gleichzeitig für den Elektra Film unterschrieben hat.

Hinzu kommt, dass es von Elektra nicht viel Comic Material gibt. Das Beste wurde eigentlich schon im Daredevil Film mehr schlecht als recht verwurstet. Vielleicht hätte man in der Zeit zurückgehen sollen und ihren Werdegang auf der High School beleuchten können. Elektra – Assassin halte ich für schlichtweg nicht verfilmbar. Vielleicht hat man sich deswegen an dem illustrierten und von Greg Rucka geschriebenen Roman „The Redeemer“ orientiert.

Im Film wird Elektra als Auftragskillerin mit Selbstzweifeln, Marotten und Komplexen beschrieben. Das wirkt so, als wolle man zu bemüht und angestrengt Elektra Charakterzüge verleihen, die sie im Endeffekt nicht braucht. Im Gegenteil, dies lässt eher den Verdacht aufkommen, dass die Drehbuch Autoren Elektra nicht wirklich verstanden haben. Dabei ist die Anfangssequenz, in der Elektra einem ihrer Aufträge nachgeht, wirklich gut gelungen. Atmosphärisch dicht wird dynamisch und mit interessanten Kameraeinstellungen gezeigt, wie Elektra gnadenlos, konsequent und eiskalt vorgeht. Was an Millers Comicversion faszinierend ist, dass er die Elemente, die Elektra in der Troja Sage ausmachen, für den Superheldencomic adaptiert und entsprechend modifiziert hat.

Leider verliert sich der Film nach der gelungenen Anfangssequenz ein wenig, obwohl er nach wie vor seine Momente hat. Diese liegen beispielsweise in der Interaktion von Jennifer Garner mit Kirsten Prout, die die Abby Miller gibt, und in den Momenten zwischen Terrence Stamp (Stick) und Garner.

Elektra-movie-f18.jpg

Der Film erzählt von Elektras Auftrag, der sie zunächst auf eine einsam gelegene Insel führt. Dort erfährt sie, dass sie einen Mann und seine Tochter umbringen soll. Doch gerade mit der Tochter, Abby, hatte sich Elektra bereits angefreundet. Also stellt sich Elektra gegen ihre bis dahin anonymen Auftraggeber. Im weiteren Verlauf der Handlung stellt sich heraus, dass Abby das eigentliche Ziel der Hand ist, denn sie ist so etwas wie ein Jahrhunderttalent in Kampfkünsten.

Elektra-movie-f12.jpgWährend sich die Handlung ein wenig dahinschleppt, sind die Kampfszenen gut inszeniert. Doch ohne eine entsprechende Handlung in den Szenen zwischen den Kampfszenen zünden auch diese nicht so, wie man sich dies wünschen würde. Natürlich lernt Elektra ihre Lektion, was aber im Grunde vorhersehbar ist.

Elektra ist und bleibt also ein Film für Fans von Jennifer Garner und weniger ein Leser von Elektra. Dies liegt auch gerade daran, dass die Gegenspieler nicht so gut inszeniert sind und eindimensional bleiben. Nicht zuletzt wegen des gefloppten Films hat Elektra nur noch eine untergeordnete Rolle in den Comics gespielt. Schade, der Comiccharakter gibt so viel mehr her.

[ ELEKTRA POSTER ]

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s