Fables 23: Camelot

 Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben # 130-140. Das ist bemerkenswert, weil Willingham und Buckingham von sich aus den Fables ein Ende mit Ausgabe # 150 gesetzt haben. Als Fan der Serie war ich natürlich geschockt, als ich dies gelesen habe. Als Realist räume ich ein, dass es immer am besten ist, dann zu gehen, wenn einem die Fangemeinde noch nachtrauert. Doch betrachten wir uns nun den vorliegenden Band.

Von den 10 Ausgaben, die der Band zum Inhalt hat, handeln 6 Ausgaben davon, wie Rose Red alles daran setzt, ein zweites Camelot zu erschaffen. Dies gefällt Snow White überhaupt nicht, so dass der Waffenstillstand zwischen den beiden Schwestern mehr als nur gefährdet ist. Es ist offenkundig, dass dieser Zwist zu einem Showdown führen wird. Natürlich ist es nicht ausgeschlossen, dass dies mit dem Ende der Serie in Verbindung stehen wird. Doch dabei darf man den One Shot um Geppetto nicht außer Acht lassen, der sich scheinbar noch lange nicht geschlagen gibt. Dann ist da noch der Zweiteiler „Die Jungs aus der Band“, der wohl unmittelbar das Ende der Serie einleitet.

Was ich anhand dieser Beispiele erläutern möchte und was mich an dieser Serie von Anfang an fasziniert hat, ist, dass es Willingham wie kaum ein anderer Autor versteht, seine Serie mit Nebenhandlungen zu versehen, die er dann wieder aufgreift, um sie weiterzuerzählen oder mit der Haupthandlung zu verbinden. Das verlangt vom Leser einiges an Aufmerksamkeit, aber Willingham zahlt dies dem Leser mit Zins und Zinseszins in Form von wunderbaren Geschichten zurück. Ähnliches habe ich bisher nur bei Sandman lesen dürfen.

Vielleicht ist genau dies auch ein Erfolgsgeheimnis von Fables neben den Dialogen, die auf Wortwitz basieren. Und ich denke, dass es an der Zeit ist, eine Lanze für Gerlinde Althoff zu brechen, die es versteht, den Wortwitz in die deutsche Sprache zu retten. womit Willingham immer wieder besticht, ist das Erzähltempo, mit dem er gekonnt spielt. Mal drückt er mächtig aufs Gas, mal erzählt er scheinbar langsam und dehnt Szenen aus. Jedoch würde Willingham nie das Ziel aus den Augen verlieren, wohin er seine Leser führt. Dies ist und bleibt ungemein beeindruckend.

Gespannt bin ich allerdings, wie Willingham seine Serie in nur 10 Ausgaben beenden wird. Das Potential, das er mit diesem Band aufgebaut hat, riecht locker für 20-30 weitere Ausgaben. Ich bin mir aber sicher, dass uns Willingham diese Antwort nicht schuldig bleiben wird.

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