Sandman Ouvertüre # 1

SANDMAN OUVERTÜRE 1

Vor 25 nunmehr Jahren verpasste Neil Gaiman Sandman ein Make Over und erschuf mit den Ewigen einen völlig eigenen Kosmos, der lose mit dem DC Universum verlinkt war. Neben dieser bahnbrechenden Serie entstanden einige Spin Offs – auch von anderen Kreativ Teams – wie etwa zu Death, der Hexe Thessaly oder jüngst zu den Dead Boy Detectives.

Doch nun realisiert Gaiman das, was die Sandman Fans schon immer interessiert hat. Wie konnte ein simpler Magier wie Roderick Burgess den mächtigen Dream gefangen nehmen und über solch eine lange Zeit auch gefangen halten?

Gaiman legt also mit einer sechsteiligen Story, von denen Panini mit dem vorliegenden Band die ersten drei veröffentlicht, den Vorspann zu seiner Serie vor. Dass er dies tut, ist nicht nur eine tiefe Verbeugung vor den Fans dieser Serie, sondern es muss auch die Magie von Sandman sein, die nicht nur die Leser , sondern auch seinen Schöpfer nicht völlig loslässt. Schon nach ganz wenigen Seiten packt den Leser das typische Sandman Fieber. Nie weiß man als Leser, was auf der nächsten Seite geschieht. Alles ist möglich!

Gleich zu Beginn geschieht das Undenkbare. Sandman gibt es überall dort im Universum, wo auch geträumt wird. Doch vielleicht gilt dies eher sogar umgekehrt. Unabhängig hiervon stirbt Sandman in einem Teil des Universums, was alle Erscheinungsformen von Sandman versammeln lässt. Dream beschließt also der Sache auf den Grund zu gehen und begibt sich auf eine lange Reise. Und genau auf diese Reise nimmt Gaiman seine Leser mit. Zeit und Raum spielen dabei eine wichtige Rolle und tun es auch wieder nicht.

Auch das Wiedersehen mit Figuren wie Merv Pumpkinhead, dem Bibliothekar oder gar dem mysteriösen Korinther sowie der restlichen Familie der Ewigen ist spannend, faszinierend und fast schon aufregend zugleich.

Zu der komplexen und spannenden Handlung gesellt sich mit J.h. Williams III der wohl innovativste Zeichner der Gegenwart. Er fackelt gerade zu ein Feuerwerk an Bildern ab. Wie auch bei Batwoman spielt er mit Layouts und variiert Zeichenstile. Höhepunkt ist dabei die Klappseite, die die Erscheinungsformen von Dream zeigt.

Mit Dave Stewart wurde der wohl beste Kolorist der Szene verpflichtet. Immerhin hat er allein den Eisner Award 8 mal gewonnen. Seine Farbgebung ist einmalig und auch er legt gegenüber seinen anderen beachtlichen Werken noch einmal eine Schippe drauf.

Panini hat zu den ersten 3 Teilen von Sandman Ouvertüre noch Interviews mit den Schöpfern sowie eine Playlist gepackt. Zu meiner Überraschung finden sich dort auch (fast) alle Studio Alben von meiner Lieblingsgruppe, Queen.

Der Redaktionsteil sowie das Spotlackcover runden den mehr als nur positiven Eindruck ab. Ich freue mich bereits jetzt und heute auf Band # 2.

 

3 Gedanken zu “Sandman Ouvertüre # 1

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s