Moon Knight # 2: Blackout

MOON KNIGHT 2

Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Moon Knight # 7-12.

Nach Warren Ellis leistet nun Brian Wood (DMZ, Northlanders) seinen Beitrag zur Rückkehr Moon Knights, die diesen Helden mit seiner Soloserie nachhaltiger als zuletzt im Marvel Universum und natürlich auch auf dem Comicmarkt etablieren soll. Konzeptionell ist diese Serie so ausgerichtet, dass ein Autor den Staffelstab an den nächsten weiterreicht, sobald er seinen Run abgeschlossen hat.

Inhaltlich erinnert er an den Ansatz von Huston. Moon Knight kämpft mit seiner Persönlichkeitsstörung, die ihn bisweilen nicht nur dominiert, sondern ihn auch in Gefahr bringt. Hinzu kommen die Diskussionen mit einem mehr oder weniger imaginärem Khonshu. Die Dialoge dieses Bandes sind kurz, fast schon einsilbig. Doch Moon Knight braucht keine langen Dialoge. Würde auch zu einem Ex-Söldner nicht passen.

Setzte Ellis noch auf Einzelabenteuer, besinnt sich Wood nach einer allein stehenden Episode, in der Spector  erneut den Mr. Knight gibt, auf einen durchgehenden Plot. So ist eben diese erste Story als durchaus gelungene Fingerübung Woods zu betrachten, mit der er sich Moon Knight nähert.

Seine eigentlichen Vorstellungen setzt er sodann um. Dank eines völlig überraschenden Twists ist diese Story um einen fiktiven afrikanischen Staat  spannend geschrieben. Im Rückblick hat Wood seinen Plot genau auf diesen Twist ausgerichtet. Gleichzeitig verläuft dank dieses Twists diese Story nicht schablonenhaft und zeigt nicht nur auf, dass die Dinge nicht immer so sind, wie sie scheinen, sondern auch, dass sich hinter einer Story durchaus eine weitere verbergen kann. Völlig unabhängig hiervon lässt uns Wood mit einem klug gesetzten Cliffhanger zurück. Dieser schlägt die Brücke zum nächsten Band.

Greg Smallwood orientiert sich zeichnerisch an Declan Shalvey, aber setzt eigene Akzente mit seiner unkonventionellen Panelstruktur. Hier ist das Kapitel um die Entführung im One World Trade Center, das im Stil einer CNN Berichterstattung erzählt ist, hervorzuheben.

Alles in allem dürfen wir uns erneut über einen gelungenen Band mit einer hervorragend durchkonzipierten Story freuen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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