Fables 24: Unwritten Fables

FABLES 24: UNWRITTEN FABLES

Mit diesem Band veröffentlicht Panini die The Unwritten # 50-54.

Auch wenn mit Fables und The Unwritten die wohl beiden besten Vertigo Serien der Gegenwart bzw. jüngeren Vergangenheit zu einem Crossover vereint werden, heißt das noch lange nicht, dass dieses Konzept auch aufgehen muss. Doch schon nach den ersten paar Seiten nehmen Carey und Willingham ihre Leser auf einen wunderbaren Ritt durch beide Serien mit.

Ursache hierfür ist, dass beiden Autoren nicht daran gelegen ist, eine beliebige Story zu erzählen. Sie wollten eine epische Story schreiben und das ist ihnen auch gelungen. Realisiert wird dies allein dadurch, dass wir ständig mit der Frage konfrontiert werden, ob nun die Fables im The Unwritten Universum oder umgekehrt Tommy Taylor und seine Freunde Bestandteil des Fables Universums sind. Im Grunde beantwortet diese Frage Frau Totenkinder, die sich im Übrigen herrliche Wortgefechte mit ihrer Co-Hexe Ozma liefert, wie folgt:“ Geschichten erzählt von Geschichten, die erdacht sind von Geschichten, für die wir nur Geschichten sind.“

Allein dieses Zitat, um die sich die „Realitäten“ beider Universen drehen, regt den Leser nicht nur zum Mitdenken an, sondern wird für mich auch irgendwann der Grund sein, warum ich den Band wieder lesen werde.

Hinzu kommen die teilweise völlig überraschenden Twists, die 2 Charaktere zurückbringen, die als tot galten bzw. in einem Fall tatsächlich tot waren. Und was wäre ein Epos wie die vorliegende Story, ohne dass auch weiterhin gestorben wird? Dabei merkt man schnell und deutlich, dass sich beide Serien dem Ende nähern, denn gerade bei den Fables sterben Figuren, die für den bisherigen Handlungsverlauf wesentliche Charaktere in entscheidenden Positionen waren. Und gerade der Tod bei den Fables ist und bleibt unberechenbar. Er kann die Hartnäckigkeit eines ärgerlichen Schnupfens oder auch ewigen Bestand haben. Somit spricht das Autoren-Duo auch die emotionale Seite ihrer Leser an und fügt gleichzeitig ihrem Plot eine weitere Ebene hinzu.

Wenn denn Realitäten kollidieren, muss es natürlich mindestens um die Weltherrschaft gehen. Hier ist es fast noch weitreichender. Der Krieg zwischen den Fables und ihrem Widersacher, Mr. Dark, ist dann nicht nur die epische Schlacht, die man erwarten darf, sondern der Ausgang dieses Krieges wird auch die künftige Realität bestimmen, was wiederum mit der Kernaussage von Frau Totenkinder verbunden ist.

Wir merken dann auch schnell, dass die Fables selbstverständlich eine wichtige Rolle in diesem Plot einnehmen, aber die entscheidende Rolle bleibt dann doch Tommy oder auch Tom Taylor vorenthalten.

Grundsätzlich empfinde ich es als schwierig, wenn mehrere Zeichner mit einem Plot betraut sind. Erstaunt war ich dann, wie konsistent die Zeichner die Serie mit ihrem Artwork gehalten haben, so dass es wie aus einem Guss wirkt. Tatsächlich werden uns erst nach dem zweiten  Lesen des Bandes die verschiedenen Stilrichtungen der Zeichner bewusst, wobei der Stil der Zeichner mit der aktuellen Handlung harmonisieren.

Das Ende der Story hat dann schon einen biblischen Ansatz. Lediglich wird die Posaune hier durch ein Horn ersetzt. Mehr möchte ich über den Inhalt auch nicht verraten. Definitiv steht dieses Crossover primär dafür, dass beide Serien den Olymp des Comics erstiegen haben und zeigen, was Comics mittlerweile können und wofür sie stehen.

3 Gedanken zu “Fables 24: Unwritten Fables

    • Danke..einmal mehr :)! Ja, The Unwritten muss ich auch noch abschließen. Kann sogar gut sein, dass ich die Serie noch einmal von Anfang an lese. Fables # 24 ist auch erst kürzlich erschienen.

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