The Losers # 1: Goliath

File:The Losers 1 cover.jpg Der vorliegende Band veröffentlicht The Losers # 1-6. Einmal mehr bringt Vertigo eine Serie auf den Markt, die dem Leser viel Vergnügen bereitet. Die Background Story der Losers erinnert natürlich schon ein wenig an das A-Team. Doch die vorliegende Version ist nicht nur moderner erzählt, sondern geht wesentlich weiter und zeigt so mehr Schattenseiten als dies in einer TV-Produktion möglich gewesen wäre.

So ist allein der Tenor der Handlung deutlich sarkastischer. Die Charaktere werden von Diggle sorgsam eingeführt und identifizieren sich zunächst über die Handlung. Schnell wird klar, dass jeder seine Rolle im Team hat. Erst im weiteren Verlauf der Handlung offenbart Diggle weitere Züge seiner Losers. So wird auch relativ schnell deutlich, dass die Schwachstelle der Losers das gegenseitige Vertrauen im Team ist, insbesondere zu Aisha, die die Rolle eines Maulwurfs bei der US-Army einnehmen soll. Die Losers zweifeln zwangsläufig an ihrer Solidarität, als sie eigenmächtig den Plan der Losers ändert. Natürlich werde ich hier nicht verraten, auf welcher Seite Aisha steht. Dafür steht die Beantwortung dieser Frage viel zu sehr im Vordergrund des Plots. Diggle gelingt es, das Tempo seiner Handlung sukzessive anzuziehen. Ein Stilmittel, das er hierfür nutzt, ist der Einsatz diverser Waffen, die viel Action in den Plot einfließen lassen. Auch das Schmieden der Pläne und Gegenpläne, clever inszenierte Bluffs und die wohl gesetzten Cliffhanger bereichern die Handlung ungemein und gestalten den Plot durchgehend dynamisch. Der Schlussteil des vorliegenden Bandes bietet dann einen klassischen Showdown, der wiederum in einem Cliffhanger um den eigentlichen Gegenspieler der Losers mündet. Dieser bleibt zunächst anonym, was den Charakter einer Bedrohung verstärkt. Weitere Versatzstücke eines Agenten Thrillers wie Verrat, Verschwörung und jede Menge Action werden sorgsam genutzt. Hinzu kommen coole Dialoge. Für das Tempo, das Diggle einschlägt, spricht, dass nahezu die komplette Origin des Teams sowie der Grund, warum sie auf der Todesliste der CIA gelandet sind, auf einer Doppelseite erzählt werden.

Jocks Zeichenstil erinnert ein wenig an den 100 Bullets Zeichner Eduardo Risso. Jock nutzt ähnliche Effekte wie das Aufglimmen einer Zigarette oder den Einsatz von Splash Pages. Sein zackiger Stil unterstricht gerade die Actionsequenzen äußerst wirksam.

Dieser Auftakt der Losers bietet beste Comic-Unterhaltung und ist konsequenterweise erfolgreich verfilmt worden.

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