The Losers # 2: Die Insel

 Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben The Losers # 7-12. Fast schon angestrengt oder verzweifelt versucht zumindest ein Teil der Losers in ihr eigentliches Leben zurückzukehren. Leider müssen sie rasch merken, dass dies so ohne weiteres nach wie vor nicht funktioniert, da sie noch verfolgt werden. Exemplarisch möchte ich hier Pooch nennen, dessen Versuch ausführlich erzählt wird und der grandios scheitert. Was allerdings Max übersieht, dass die Losers eher gefährlicher werden, weil sie eben nichts mehr zu verlieren haben. Dies mag ein Teilerfolg von Max sein, der aber eindeutig risikobehaftet ist. Gerade diese Passagen schildert Diggle sehr ausführlich und greift auf den ganz eigenen Zungenschlag der Serie zurück, der voller Wortwitz, Ironie und Sarkasmus ist. Ich denke, gerade hier ist es mal an der Zeit, den Übersetzer, Bernd Kronsbein, hierfür zu loben, denn allzu oft gehen solche Nebentöne in einer allzu geschliffenen Übersetzung unter.  Dieser sarkastische Tenor  bildet sich primär während der Ereignisse auf der Insel aus, in denen auch die Action nicht zu kurz kommt. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel hiervon verraten, außer dass subtiles Vorgehen nicht wirklich zur Kernkompetenz der Losers gehört.  Viel Spannung bringt auch der Subplot um die CIA-Agenten Stiegler und Sanderson mit sich.Fraglich ist nach wie vor, ob es bei dem geheimnisvollen Mann hinter den Kulissen um Max als Einzelperson handelt oder ob es noch einen oder mehrere weiteren Drahtzieher gibt.  Diggle verwendet dann auch fast jeden Krieg und Konfrontation, den die Amerikaner gekämpft haben bzw. die sie eingegangen sind, um Max als graue Eminenz mit sinisteren Absichten zu definieren. Da liegt fast schon der Verdacht nahe, dass es sich bei Max  eher um eine Institution als um eine Einzelperson handeln müsste.

Herrlich ist auch der Schluss, in dem Diggle ein Zitat Lincolns aufgreift und mit seinem Plot verbindet.

Band # 2 der Losers hält nach wie vor das, was Band # 1 versprochen hat – coole Charaktere, ein spannender Plot um eine Verschwörung und rasante Action. Mehr verlangen wir von solch einer Agentenstory gar nicht.

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