Superman returns (Movie)

 Ca. 5 Jahre, nachdem Superman die Erde verlassen hat, um seinen Heimatplaneten Krypton zu suchen, kehrt er auf die Erde zurück. Doch dort hat sich einiges verändert. Lex Luthor versucht, sich sein eigenes Land herzustellen, was den Untergang der kompletten Ostküste der USA bedeuten würde, während Lois Lane einen neuen Mann gefunden und einen Sohn geboren hat.

 Der Film schließt mehr oder weniger direkt an Superman I und II an, die Ende der 70er Jahre gedreht und veröffentlicht wurden und stammt aus dem Jahr 2006 (meine Güte, ist das wirklich schon wieder so lange her?). Im Design und der Handlung ist Superman Returns fast schon als eine Hommage zu betrachten. Daneben wurde mit Bryan Singer ein Regisseur verpflichtet, der zuvor mit X-Men und X-Men II sehr erfolgreich war. Also sollte man meinen, dass dies doch ein sicheres Konzept sowie eine solide Basis für einen guten Film darstellt. Doch, weit gefehlt. Der Film ist leider weitgehend gähnend langweilig. Superman fliegt von rechts nach links, um dann wieder von links nach rechts zu fliegen. Wir wissen alle, dass Superman fliegen kann. Es ist auch nicht weiter schlimm, uns dies zu zeigen. Das wollen wir ja auch sehen, aber doch nicht in dieser epischen Länge.

Darüber hinaus weist das Skript auch Schwächen aus. Warum umgibt sich das Genie Lex Luthor mit einem Haufen von Gehilfen, deren Intellekt nicht einmal eine Kerze auf einer Geburtstagstorte zum Leuchten bringen kann? Ich vermisse auch ein wenig die Erklärung dafür, dass Luthor sein eigenes Land haben will, aber nur Öde erntet.

 Brandon Routh hat man mit viel Augenmaß gecastet. Seine Ähnlichkeit mit Christopher Reeve ist schon verblüffend, seine schauspielerische Leistung  ist solide, reicht aber insgesamt nicht an Reeve heran. Es mangelt ihm an der nötigen Ausstrahlung, was aber auch an seinem misslungenen Kostüm liegt. Kleider machen auch halt bei Superhelden Leute.

Superman Returns promoshoot - superman-returns Photo Kate Bosworth hat ihre Darstellung eine Nominierung für die goldene Himbeere eingebracht. Das empfinde ich als zu hart. Ihre Zerrissenheit zwischen 2 Männern stellt sie überzeugend dar, auch wenn sie für die Rolle selbst zu jung ist, wofür sie aber nichts kann.

Superman Returns - superman-returns Photo Einzig Kevin Spacey überzeugt auf ganzer Linie. Seine Darstellung von Lex Luthor mit seiner Intelligenz und Arroganz ist mit Ironie gespickt und der Lichtblick im Film.

Mit etwas mehr als 2,5 Stunden ist der Streifen gemessen an seinem Plot auch schlichtweg zu lang. Manchmal ist halt weniger mehr. Hier wäre es definitiv so gewesen.

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