The Losers # 3: Der Pass

THE LOSERS 3 (VON 5) Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben The Losers # 13-19.

Andy Diggle erzählt uns die Story, die uns schon länger brennend interessiert und auf die er sich immer wieder bezogen hat. Wir erfahren also endlich, wie die losers abserviert werden sollten und doch überlebten.

Dabei zieht Diggle aber auch jedes Register, um die political correctness zu wahren. So verfällt er nicht in die Monotonie, dass jeder Islamgläubige auch zwangsläufig ein Terrorist sein muss. Vielmehr handelt es sich um einen Drogenhändler, der ihnen aber als Terrorist verkauft wird. Statt der Losers werden Kinder getötet und der mysteriöse Max scheint nicht nur Geld mit Drogen zu verdienen, sondern sie auch selbst zu konsumieren. Die Rollen werden also trennscharf verteilt. Und doch ändert sich alles mit einem der besten und damit wohl auch gemeinsten Cliffhanger, den ich je in einem Comic vorfinden durfte und der die Perspektive auf alles Erzählte und das noch zu Erzählende völlig ändert, wenn nicht sogar auf den Kopf stellt.

Diggle legt mit diesem Band noch einmal gewaltig zu. Es ist einfach großartig zu lesen, wie die Losers merken, dass sie immer tiefer in etwas reingeraten, was sie in Gefahr bringen wird. Auch der eigentliche Grund für ihre Mission offenbart sich zunächst Cougar, dessen Einsilbigkeit in dieser Story ebenso eine Erklärung findet. Auch der Verrat von Rogue, der ja schon in Band # 1 erzählt, findet hier zumindest beiläufig seinen angedeuteten Anfang. Diggle glättet also alle unerzählten Unebenheiten. Dass dann aber seine Story spannend bleibt, liegt einzig und allein am Cliffhanger, den er mit 2 Panels vorbereitet und einem weiteren vollendet. Allein hiermit führt uns Diggle einmal mehr die Dynamik seiner Erzählung vor Augen, die uns schließlich mit voller Wucht trifft. In guter „Agenten Tradition“ führt uns der Plot allmählich um den Globus. Neben Katar und Turkmenistan spielt hauptsächlich ein sich anschließender Flug eine wesentliche Rolle. Dabei kommen die Losers Max scheinbar näher. Die Spuren, die er hinterlässt bzw. die sie vorfinden, häufen sich, ohne sich aber zu konkretisieren.

Auch wenn Jock bei diesem Band mit Nick Dragotta und Alé Garza Verstärkung am Bleistift benötigt bzw. erhalten hat, tut dies weder der Dynamik noch der Erzählung an sich keinen Abbruch. Sowohl Dragotta, als auch Garza passen sich Jock an und liefern eine wirklich ausgezeichnete Arbeit ab.

Ich werde nun ziemlich schnell Band # 4 noch einmal lesen und dann hier die entsprechende Rezension nachlegen.

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