Ms. Marvel # 2: Operation Fragezeichen

MS. MARVEL 2 Mit dem vorliegenden Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Ms. Marvel # 6-11. Der Band besteht aus 2 Handlungsbögen. Spider-Man hatte schon seinen kurzen Gastauftritt, so dass es nur logisch und konsequent anmutet, wenn Wolverine kurz vor seinem anstehenden Ableben auch noch einmal bei Kamala vorbeischaut.

Doch dieser Zweiteiler dient nur der Wegbereitung des sich dann anschließenden Vierteilers, der Kamala noch einmal im Kampf gegen den Inventor sieht. Dass ein Superheld oder natürlich auch eine Superheldin einen Erzfeind hat, ist ja nicht weiter verwunderlich und eigentlich „Business as usual“.  Was aber G. Willow Wilson mit dieser Story erzählt, ist das, was uns als Leser buchstäblich vom Hocker reißt.

Kamala gilt in beiden Kulturen als Außenseiterin. Bei ihren amerikanischen Mitschülern gilt sie als Pakistani und für den Geschmack ihrer Landsleuten mit pakistanischen Wurzeln hat sie zu sehr die US-amerikanische Kultur angenommen. Nun muss sie erfahren, dass ihre eigentlichen Wurzeln bei den Inhumans liegen und sie somit originär weder der einen noch der anderen Kultur angehört. Für uns Leser ist das keine sensationelle Wendung, denn wir wissen längst, dass sie durch die Terrigen Nebel ihre Kräfte ausgeprägt hat. Darum geht es Wilson auch nicht. Wichtig ist die Botschaft dahinter. Demnach macht es keinen Unterschied, woher man kommt oder welche Abstammung man eigentlich hat. Entscheidend ist das, was man als Persönlichkeit daraus macht und welche Werte man sich setzt. Damit schneidet sie ein Thema an, wie es im Moment kaum aktueller und passender sein könnte. Des Weiteren dreht sich der Plot auch um Gehirnwäsche und Beeinflussbarkeit. So werden Jugendliche zu Helfershelfern eines Wahnsinnigen, weil man ihnen zunächst jede Wertschätzung abspricht, diese ihnen aber wiederum zusagt, wenn sie sich im wahrsten Sinne des Wortes aufgeben. Auch diese Thematik dürfte gerade zurzeit nicht völlig unbekannt sein.

Doch das eigentliche Kernstück zeigt uns Wilson erst im vierten und letzten Teil ihrer Erzählung auf. Sie spricht den Generationen Konflikt an. Die ältere Generation macht die jüngere für den Status Quo verantwortlich, während die jüngere Generation die Fehler der älteren ausbügeln darf. Die Lösung zeigt sie auf. Beide Generationen müssen sich zu ihren Fehlern bekennen, sich gegenseitig diese verzeihen und schließlich zu einem größeren Besseren zusammenfinden.

Selten habe ich in einer Superheldenstory so viel beiläufigen Inhalt gelesen. Und genau dies macht eine moderne Superheldenstory aus. Ich bin mehr als nur gespannt, was uns Wilson noch zu erzählen hat.

Mit diesem Vierteiler übergibt Alphona den Bleistift an Elmo Bondoc und hinterlässt große Fußstapfen, die zu füllen sind.

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