Spider-Verse Sonderband # 2

SPIDER-VERSE SONDERBAND 2 Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben Spider-Verse # 1, Spider-Verse Team-Up # 1-3 sowie Scarlet Spiders # 1-3. Gleichzeitig handelt es sich um den Abschlussband der Sonderbände zum aktuellen Event Spider-Verse. Wie es sich für Tie Ins zu einem Event gehört, könnten die Einzelausgaben kaum unterschiedlicher sein.

So finden wir mit dem Beitrag Skottie Youngs sowie dem Ausflug in den Spider-Man der Cartoon Serie 2 Ausgaben vor, die sich nicht zwingend ernst nehmen und mit einem Augenzwinkern zu verstehen sind. Weitaus dramatischere Töne schlagen dann die Stories um Gwen Stacy, die Peter Parker in einer Welt begegnet, in der er den Green Goblin als Helden gibt, und die Story um Spider-Girl, die sich bei einer Version von Onkel Ben mit Spinnenkräften befindet.

Mit dieser Story dürfte sich Gwen Stacy mit Spinnenkräften weiter als neuer Publikumsliebling etablieren. Ganz verstanden habe ich allerdings nicht, warum Varna bei Gwen nicht energischer nachgesetzt hat und sie so entkommen ließ. Ich denke aber, dass dies eher ein Problem der zeichnerischen Darstellung als eine storytechnische Lücke ist.

Hatte ich mich in den letzten beiden Ausgaben gewundert, dass sich Spider-Girl so passiv verhält, dreht sie hier endlich mal auf. Wahrscheinlich hat es wirklich der Rückkehr von Tom DeFalco bedurft, dass sie sich endlich so verhält, wie man sie aus ihrer Serie auch kennt. Ich hoffe nunmehr, dass sie im Gesamtkonstrukt von Spider-Verse nicht zuletzt wegen ihres entführten Bruders eine bedeutendere Rolle als bisher wahrnimmt. Diese Story könnte jedenfalls die Wende hierzu einleiten. Und wenn wir schon über Rückkehrer sprechen. Neben Tom DeFalco, der nicht nur jahrelang Spider-Girl geschrieben hat, sondern auch als Chefreadakteur für die Klon-Saga mitverantwortlich war, kehren auch so legendäre Autoren wie Roger Stern und Gerry Conway zu Spider-Man zurück. Ich denke, dies allein zeigt, dass Spider-Man wohl der zentrale Charakter unter den Marvel Superhelden ist. Eine Story wie Spider-Verse wäre mit jedem anderen Marvel Charakter unmöglich oder zum Scheitern verurteilt.

Abgerundet wird der Band von dem Dreiteiler um die Scarlet Spiders, die von Peter auf eine Art Himmelfahrtsmission geschickt wurden. Sie müssen sich mit Jennix, einem der Inheritors, stellen, um seine Fabrik zu zerstören. In dieser werden die Klone hergestellt, in der sich die Inheritors flüchten können, sobald einer ihrer Körper zerstört oder verbraucht ist. Es handelt sich also um die Quelle ihres ewigen Lebens.

Ob und wie dies gelingt, möchte ich an dieser Stelle dahingestellt lassen. Costa hat hier wirklich eine außergewöhnliche Story vorgelegt, die nicht nur stimmig ist, sondern auch jede Menge Action bietet, die aber immer wieder von Momenten unterbrochen ist, in der vor allem Black Widow (so lautet nun der Name des Jessica Drew Klones aus dem ultimativen Universum) tätig wird. Gerade dieser Wechsel bereichert die Story ungemein.

Das Ende der Story ist ein gut gezielter Schlag in den Magen jedes Lesers. Auch hier werde ich nicht spoilern. Verraten möchte ich nur, dass mich die Cliffhanger um Ben und Kaine mindestens bis zur nächsten Spider-Man Ausgabe beschäftigen werden. Offenkundig ist auch, dass Costas Dreiteiler ein ganz wichtiger Bestandteil von Spider-Verse ist und für Leser, die spannende und abwechslungsreiche Stories mögen, ist er darüber hinaus unverzichtbar.

 

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s