The Losers # 5: Endspiel

THE LOSERS 5 (VON 5): ENDSPIEL Mit diesem Band veröffentlicht Panini die US-Ausgaben The Losers # 26-32. Gleichzeitig endet diese Serie. Und wie oft habe ich das schon erlebt? Eine Serie startet grandios, um dann nichtssagend und so auch schließlich enttäuschend zu enden. Genau dies tut The Losers nicht.

Andy Diggle schöpft noch einmal aus dem Vollen und zeigt, was diese Serie ausgemacht hat. Er lüftet das Geheimnis um den omni-präsenten Max, den man als Leser auch endlich mal gänzlich zu sehen bekommt. Und als seine Origin erklärt wurde, habe ich auch verstanden, warum sein Gesicht nur nach und nach dem Leser gezeigt wurde. Auch die Verschwörungen in der CIA und andere Geheimdienste werden nicht nur aufgezeigt, sondern erklärt. Dabei legt Diggle einen erstaunlichen Kniff an. Er greift nicht nur auf das zurzeit des Entstehens der Serie aktuelles Zeitgeschehen zurück, sondern geht durchaus auch weiter zurück. Dabei geht er so sorgfältig strukturiert vor und greift dabei auf belegte Fakten zurück, wie etwa die Rekrutierung der Raketenwissenschaftler des Dritten Reiches durch die USA, dass man den Plot fast schon als ein Stück Realität akzeptieren möchte oder ihn wenigstens als „möglich“ einstuft.

Im Endspiel entstehen neue Allianzen oder wenigstens Scheinallianzen. Das Team um die Losers weiß, dass sie sich auf ihren neuen Verbündeten nicht wirklich verlassen können. Sie tun es dennoch, denn entscheidend ist die Mission, wie Clay es selbst betont. Wenn denn dann schon eine Mission über Einzelschicksale gehängt wird, ist es selbstredend, dass diese Mission nicht jeder überleben wird. Doch auch dies schafft eine Verbindung zur Realität, denn solche Missionen stellen immer ein Himmelfahrtskommando dar und dieser Begriff kommt nicht von ungefähr. Daneben werden die Losers zum Äußersten getrieben, was ja häufig mit Verlusten verbunden ist.

Nahezu unübertroffen ist der Spannungsbogen dieser Story. Immer wieder setzt Diggle gekonnt Akzente, um die Spannung weiter hochzutreiben. Dazu gehören gar nicht mal so spektakuläre, weil längst bekannte, Stilmittel, wie das Wechseln eines Schauplatzes oder ein Twist in der Story. Entscheidend ist das perfekte Timing, das Diggle dabei unter Beweis stellt.

Diggle versäumt es nicht trotz des stellenweise bitteren Endes eine Schlusspointe einzubauen und den Plot sogar an einer Stelle offen zu lassen, was das Schicksal eines Teammitglieds betrifft.

The Losers reiht sich damit in die Phalanx großer Vertigo Serien ein, die ich nicht miteinander vergleichen möchte, weil sie sich wegen ihrer Unterschiedlichkeit nicht vergleichen lassen.

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